Schon der Name verrät: die Panoramaroute bietet einige spektakuläre Ausblicke. Unsere letzte Etappe in Südafrika führte uns vom Krüger Nationalpark über die Panoramroute nach Johannesburg. Und diese letzte Etappe auf der R532 versprach noch einmal einen landschaftlichen Höhepunkt, der zu den absoluten Highlights in Südafrika zählt und mit dem man nach so vielen wunderbaren Momenten, die mir von Kapstadt bis hier her in den Norden Südafrikas begegnet sind, schon fast gar nicht mehr rechnete. Welche Highlights du dir auf der Panoramaroute nicht entgehen lassen solltest, erfährst du hier.

Wir verlassen den Krüger Nationalpark früh am Morgen. Zunächst führt die Straße durch dicht bewaldetes Gebiet mit Nadelbäumen am Straßenrand soweit man blicken kann. Würde man es nicht wissen, so könnte man auch denken man sei irgendwo in der Wildnis Kanadas unterwegs. Holzlaster kreuzen den Weg und kleine Dörfchen am Straßenrand lassen vermuten, dass das Leben hier sehr beschaulich zugeht. Entlang der Panorama Route befindet sich das größte Waldgebiet Südafrikas. Und früher haben sich hier viele Goldgräber niedergelassen, die ihre Hoffnung auf Reichtum hier herführte, denn in den Canyons liegen wahre Schätze verborgen. So ein Goldgräber Städtchen findet man z.B. in Pilgrims Rest, das sogar seit 1986 ein Nationaldenkmals Südafrikas ist. Es macht wirklich Spaß entlang der Panormaroute einfach nur durch die Wildnis zu fahren und ein Gefühl von Weite und von Freiheit zu bekommen.

1. Stopp: God`s Window auf der Panoramaroute

Panoramaroute Südafrika - God`s Window

Den ersten Stopp legen wir am Aussichtspunkt God`s Window ein. God`s Window liegt nördlich von Graskop an den nördlichen Ausläufern der Drakensberge in der Region Mpumalanga. Vom Parkplatz aus führt ein kurzer Fussweg zu dem Aussichtspunkt. Und selbst hier gilt wieder: der Weg ist das Ziel. Während man nämlich zu dem Aussichtspunkt läuft, durchquert man einen wundervollen Regenwald mit dicht behangenen Lianen mit Moosen und Flechten an den Ästen. Kakteen und wunderschönen Pflanzen, die nicht nur Botaniker sondern auch den Schmetterlingen gefallen.

 

Panoramaroute

Wer weiter geht, kommt schließlich zu kleineren Aussichtsplattformen – dem eigentlichen God`s Window – Gottes Fenster. Vermutlich heißt der Aussichtspunkt so, weil man von hier oben das Gefühl hat, die ganze Welt zu überblicken. An Tagen mit guter Sicht sieht man über den Krüger Nationalpark hinaus bis ins Nachbarland Mosambik. Die von hier steil abfallenden Klippen fallen 700 Meter in eine Talebene, die sich Lowveld nennt.

 

Panoramaroute Südafrika -God´s Window

Lohnt sich ein Stopp an God`s Window? ich finde: ja.

 

2. Stopp:  Bourke’s Luck Potholes

Panoramaroute Blyde River Canyon

Schon bei meiner Reiseplanung Südafrika habe ich Bilder von Bourke`s Luck Potholes gesehen und ich wusste, dass ich unbedingt hier vorbei kommen musste. Denn diese wunderschönen Felsformationen, die Wind und Wetter geformt haben, sind einzigartig. Den seltsamen Namen haben sie dem Goldgräber Tom Bourke zu verdanken, der hier einst ein paar Goldsteinchen gefunden hatte – daher stammt der Name Bourke`s Glück Strudellöcher. Sie entstanden durch den Zusammenfluss von Treur River in den Blyde River. Das Wasser hat sich über Jahrhunderte seinen Weg durch die roten Sandsteinfelsen gegraben. Hier beginnt auch der berühmte Blyde River Canyon. Leider herrscht hier natürlich immer viel Publikumsverkehr. Es befindet sich übrigens auch ein kleines Museum hier. Ein kurzer Blick hinein kann nicht schaden, der Eintritt ist kostenlos. Hier wird ein bischen was zur Entstehung des Canyons erzählt und die Flora und Fauna anschaulich dargestellt.

3. Stopp: Three Rondavels im Blyde River Canyon

Südafrika, Panoramaroute, 3 Rondavels

Den dritten Stopp auf der Panoramaroute legten wir an den Three Rondavels im Blyde River Canyon ein. Dieser Stopp ist damit auch der absolute Spitzenreiter was die Top-Aussicht auf der Panoramaroute angeht. Es lohnt sich also die Route in dieser Richtung aus abzufahren, da man somit eine kleine Steigerung an Höhepunkten erlebt was die Aussicht angeht (viele fahren die Route anders herum: von Johannesburg in den Krüger Nationalpark). Der Blyde River Canyon ist übrigens der drittgrößte Canyon der Welt. Er misst 26 Kilometer Länge und 800 Meter Tiefe. Der Aussichtspunkt Three Rondavels ist für mich der schönste Punkt im Blyde River Canyon. Der Name Three Rondavels heißt übersetzt drei Rundhütten, weil die Felskette aussieht wie typische Rundhütten der einheimischen Bevölkerung. Durch den Canyon aus rotem Sandstein fließt der Blyde River.

Wie lange für die Panoramaroute einplanen?

Ich würde sagen, 1 Tag reicht völlig aus. Die drei genannten Aussichtspunkte sind top of the rock sozusagen und übertreffen eh alles. Diese schaffst du entspannt an einem Tag. Wenn du Wasserfälle sehen willst, empfehle ich dir z.B. die Howick Falls in den zentralen Drakensbergen, die fand ich auch sehr beeindruckend und sie sind weniger bekannt.

Panoramaroute an einem Tag erkunden – geht das?

Ja, man kann die Panoramaroute an einem Tag erkunden. Wer die Panoramaroute an einem Tag erleben möchte, sollte sich jedoch auf diese drei genannten Aussichtspunkte auf der Panoramaroute beschränken, denn sie sind die absoluten Höhepunkte und auch gut und entspannt an einem Tag auf dem Weg vom Krüger Nationalpark nach Johannesburg zu schaffen (oder umgekehrt). Allerdings muss man für die Fahrt schon zwischen 6 und 7 Stunden einplanen.

Wenn dir das zu anstrengend ist und du noch mehr auf der Panoramaroute sehen willst, plane 2 Tage ein und mach unterwegs einen Stopp mit Übernachtung. Es gibt durchaus noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten wie Wasserfälle, Höhlen und schöne Wanderungen, die man machen kann.

Weitere interessante Aussichtspunkte entlang der Panoramaroute

Wer jedoch mehr Zeit hat, den erwarten noch weitere interessante Aussichtspunkte entlang der Panormaroute:

  • Mac Mac Falls und Mac Mac Pools zwischen Sabie und Graskop
  • Steinformation Pinnacle bei Graskop
  • Goldgräber Städtchen Pilgrim´s Rest
  • Lisbon Falls
  • Berlin Falls

Lohnt sich die Panoramaroute oder warum die Panorama Route nicht fehlen darf

Meiner Meinung nach lohnt sich die Panoramaroute absolut. Für mich war es die letzte Etappe auf meiner dreiwöchigen Südafrika Reise aber definitiv eine der schönsten! Ich werde die Eindrücke dieser imposanten Landschaft, dieses drittgrößten Canyons der Welt und die Strudelbecken der Bourke´s Luck Potholes wohl nie vergessen. Ich finde die Panorama Route darf auf keiner Südafrika Reise fehlen und sie liegt ja auch strategisch günstig auf dem Weg zwischen Johannesburg und Krüger Nationalpark – fast jeder Südafrika Reisende kommt praktisch automatisch daran vorbei!

Wissenswertes zur Panormaroute Panoramaroute:

 Panoramaroute: R 532
Ausgangspunkt: Sabie, Graskop
Entstehung: Die Panorama Route und der Blyde River Canyon (drittgrößter Canyon der Welt) sind durch Erderossionen entstanden. Die Erde hob und senkte sich hier und fällt an der nördlichen Grenze der Drakensberge bis zu 1.000 Meter vom Highveld ins Lowveld ab. Daraus entstand ein markantes Randplatteau, das beinahe abruppt in die Ebene abfällt (siehe Aussichtspunkt God´s Window) und ziemlich einzigartig ist. Durch Erd- und Wasserbewegungen sind bizarre Felslandschaften entstanden, die bis heute magische Orte sind und viele Touristen anziehen.
Öffnungszeiten: Die Aussichtspunkte öffnen häufig zu Sonnenaufgang- und Untergangzeiten zwischen 7:00 und 17:00 Uhr
An allen Aussichtspunkten gibt es Parkplätze, Kioske und Toiletten.
 Reiseroute: Krüger Nationalpark Numbi Gate – Panoramaroute – Johannesburg | Distanz: ca. 520 Km | Dauer: ca. 6 bis 7 Std.

Meine Reiseplanung zu Südafrika

Nützliche Tipps zur Reiseplanung Südafrika

 

Die besten Reiseführer für Südafrika Reisen

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meine Route durch Südafrika ist übrigens die gleiche wie in dem Film Südafrika, der ein sehr großer Erfolg in den Kinos war und der ganz interessant gemacht ist:

Südafrika – Der Kinofilm

 

 

 

 

 

Warst du schon einmal in Südafrika? Welche Erfahrungen & Erlebnisse hast du gemacht? Schreib es gerne in die Kommentare!

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