Safari im Krüger Nationalpark in Südafrika – Reisebericht, persönliche Erfahrungen & praktische Infos für deine Safari.

Uuaarrrghhh! Das Röhren dröhnt durch die Stille der Nacht. Vorhin am Lagerfeuer hatte es sich noch so fern angehört, jetzt da ich in meinem Bett liege, hört es sich an als würde der Löwe direkt um mein Zelt schleichen. Nichts stört die Dunkelheit und Stille als das dumpfe Röhren einer hungrigen Großkatze. Nur ab und an grunzen die Nilpferde vom Flussufer herauf, begleitet vom permanenten Zirpen der Grillen. Nachts ist die Zeit der Löwen, dann kriechen sie aus ihren Verstecken im Busch und begeben sich auf Jagd. Das Safari Camp liegt direkt am Numbi Gate zum Krüger Nationalpark in Südafrika. Die Lodge trennt nur ein mit Strom geladener Stacheldrahtzaun von der Wildnis im Busch Afrikas. Eine Safari im Kruger Nationalpark in Südafrika gehört zu jenen Erlebnissen, die man einmal in seinem Leben erleben muss. Das Gefühl in der Wildnis seine Zelte aufzuschlagen und mit jedem Atemzug mehr ein Teil der ungestümen Natur zu werden ist atemberaubend und befördert den zivilisationsgeschädigten Menschen wieder zurück in seine Urbedürfnisse.

 

Safari im Krüger Nationalpark in SüdafrikaSafari im Krüger Nationalpark Südafrika

Mein Wecker klingelt um vier Uhr, ich stehe binnen Sekunden auf den Beinen, dusche mitten in der Nacht und trinke den ersten Kaffee des Tages auf meiner Veranda. Diese ersten Minuten des Tages, wenn die Sonne sich über die Baumwipfel schiebt, wirken wie eine Entschleunigung. In meinem Alltag schaffe ich es nie den Sonnenuntergang zu erleben geschweige denn, mich um diese Uhrzeit aus dem Bett zu quälen. Mit jedem Strahl weicht die Kühle der Nacht und erwärmt den sandigen Boden. Um sechs Uhr starten wir zu unserem Game Drive (Pirschfahrt) mit einem erfahrenen Ranger durch den Krüger Nationalpark. Wir sitzen in einem jener Safari Vehikel, die irgendwie albern aussehen und gehen auf Pirsch. Der Fahrtwind weht mir kalt ins Gesicht, morgens ist es in Afrika recht frisch. Es dauert nicht lange, bis uns die ersten Impalas über den Weg laufen. Für mich sind Impalas die schönsten Antilopen des Busch. Ihr graziler Körperbau wirkt so elegant, dass ich sie am liebsten mit nachhause nehmen würde. Ein Banause, wer diese wunderschönen Tiere Mac Donalds nennt, nur weil sie auf ihren Po-Backen eine schwarze Fellmarkierung haben, die einem M gleicht und leichte Beute für Löwen sind. Das Fast Food für Löwen, heißt es. Wo Impalas sind, sind auch Löwen.

Auf der Suche nach Löwen im Krüger Nationalpark

Krüger Nationalpark Südafrika

Wir haben kaum das Camp verlassen, sehen wir sie im Gras liegen: die Löwen, deren Röhren durch die vergangene Nacht drang. Sie waren wirklich nur wenige Meter von der Lodge entfernt. Zwei Brüder oder Junggesellen, die sich zu einer Zweierbande zusammengeschlossen haben, um erfolgreicher bei der Jagd zu sein. Es scheint als ruhen sie sich von ihren nächtlichen Streifzügen durch den Busch aus. Während der eine faul im Gras liegt und seine mächtigen Tatzen gen Himmel streckt, schaut uns der andere misstrauisch durch das Gras an.

Später am Tag sollten wir noch einer ganzen Löwenfamilie begegnen. Leider zeigte sich die Großfamilie nicht so gern den Kameralinsen, der vielen Jeeps, die extra hielten, um einen Blick auf sie zu erhaschen. Wo Löwen gesichtet werden, herrscht pure Aufregung unter den Touristen im Krüger Nationalpark. Alle wollen Bilder von einem Löwen und einem Leoparden.

Auf der Suche nach den Big 5 im Krüger Nationalpark

Safari im Krüger Nationalpark Südafrika

Das Ziel jeden Safari-Gastes sind die Big 5 einmal live zu sehen: Löwe, Elefant, Büffel, Nashorn und Leopard. Den Namen erhielten sie einst von Großwildjägern, da diese Tiere am schwersten zu erlegen waren. Zum Glück darf heute nur noch mit der Kamera auf Tierjagd gegangen werden. Dennoch leiden vor allem die Nashörner noch immer an den Wilderern. Ich habe gehört, das pro Woche ca. 10 Nashörner allein im Krüger Nationalpark gewildert werden. Werden die Wilderer dabei erwischt, werden sie knallhart von den Rangern abgeknallt, um Nachahmer abzuschrecken. Safari im Krüger Nationalpark Südafrika

Im Krüger Nationalark leben sowohl Breitmaul-Nashörner (Black Rhino) als auch Spitzmaul-Nashörner (white Rhino). Dabei unterscheiden sich die beiden Arten lediglich dadurch, dass Breitmaul-Nashörner Gras fressen, während Spitzmaul-Nashörner sich ausschließlich Blättern ernähren. Ich habe bisher nur Breitmaulnashörner gesehen. Aber immerhin konnte ich überhaupt Nashörner sehen. Den besten Ort um Nashörner zu sehen, ist übrigens nicht der Krüger Nationalpark sondern der Hluhluwe-iMfolozi-Park, weiter südlich in KwaZulu-Natal. Leider versperrte uns ein ambitionierter Reisebusfahrer die Sicht auf die Tiere, die vor uns gerade eine Straße überqueren wollten und im Galopp zurück ins Gebüsch hüpften.

Leoparden im Krüger Nationalpark

Safari im Krüger Nationalpark Südafrika

Nur mit Mühe kann man sie sehen: die Leoparden. Sie sind gut getarnt, schlafen am Tag und sind eher scheu. Dieser hier ist ca. 500 Meter von uns entfernt, mein Zoom mit einem 300er Objektiv ist hier leider nicht mehr ausreichend gewesen.

Der Leopard ist am schwersten zu sehen. Sein Fell tarnt ihn so gut, dass man ihn mit bloßem Auge kaum sehen kann. Zudem kommt, dass er wie die meisten Katzen nachts auf Jagd geht und am Tag schläft. Katzen schlafen etwa 17 Stunden am Tag, was die Suche nach einem Leopard zu einer echten Herausforderung macht. Die Ranger sind allerdings immer über Funk miteinander vernetzt und geben sich die Infos über die Tierbegegnungen weiter. Und so kommt es, dass wir an eine Stelle kommen, an der mehrere Safarifahrzeuge stehen und die Insassen ihre Ferngläser gezielt in eine Richtung strecken. Ich sehe erst mal nichts, unter einer Akazie soll ein Leopard liegen. Erst bei längerem Absuchen des Untergrunds mit meinem Kamerazoom konnte ich so etwas wie ein Köpfchen erkennen und deute: es muss der Leopard sein! Welche Aufregung! ein Leopard! Alle flippen aus, sogar unsere Guides, die sicherlich schon mehrere Leoparden in ihrem Leben gesehen haben.  Leider war mein Kameraobjektiv nicht gut genug, um näher heranzukommen.

Elefanten im Krüger Nationalpark

Safari im Krüger Nationalpark Südafrika

Dafür sehen wir von den Big 5 am meisten Elefanten. Sie haben den Vorteil, dass ihr massiger Körper gut sichtbar ist. Mehrere Male kreuzen sie unseren Weg, überqueren die Straße, stehen in einem ausgetrockneten Flussbett. Als eine kleinere Herden mit Jungtieren die Straße überqueren wollte und sich plötzlich zwischen zwei Jeeps eingesperrt sieht, trompeten die Mütter und jungen Bullen wütend vor sich hin. Ich bekam Gänsehaut, das hörte sich bedrohlich an. Wir sind eindeutig Störenfriede in ihrem Terrain. Doch unser Ranger bleibt ruhig. Die Elefanten bauen sich vor uns auf, trompeten in die Luft und hecheln hektisch mit ihren überdimensionalen Ohren in der Luft herum. Sie kommen auf unseren Jeep zu, laufen wieder zurück. Wir sollen verschwinden, sagen sie. Unser Ranger legt den Rückwärtsgang ein, irgendwas klemmt, das Fahrzeug will nicht rückwärts fahren. Die wütende Elefantenkuh schwenkt ihren Rüssel in die Luft. Ich halte die Luft an. Dann fahren wir weiter. An einer anderen Stelle halten wir vor einem jungen Elefantenbulle, der sich ganz alleine über die Amarula-Früchte auf dem Boden hermacht. Elefanten lieben diese süßen Früchte. Der Elefant saugt sie mit seinem Rüssel vom Boden auf und auch er kommt so nahe, dass ich seinen Körpergeruch rieche und er wohl auch meinen. Ich glaubte, er schwenke gleich seinen Rüssel ins Fahrzeug herein, um mir damit eine runterzuwischen, weil ich ihm im Weg bin. Ich rücke ein bisschen näher an meine Sitznachbarin. Ich liebe Elefanten, aber wenn so ein Urrieße vor dir steht, dann ist das noch mal ein ganz anderes Gefühl.

Andere Tiere im Krüger Nationalpark

Safari im Krüger Nationalpark Südafrika

Allerdings gibt es neben den Big 5 noch viele andere Tiere im Kruger Nationalpark zu sehen, die nicht minder schön sind. Auf der stundenlang Fahrt im offenen Jeep begegnet man einer Unzahl an Antilopenarten, Vögeln, Pavianen, Warzenschweinen, Gnus, Zebras, Büffeln, Giraffen, Warzenschweinen, etc. So frisch die Luft am Morgen war, mittlerweile sind die Temperaturen gestiegen. Die Sonne brennt erbarmungslos auf die Steppe und ihre Tiere herunter. Während Krokodile die Sonne lieben und ihren kaltblütigen Körper aufwärmen, suchen die meisten Tiere Schutz vor der Hitze im Schatten der Bäume.

Safari im Krüger Nationalpark Südafrika

Krokodile sonnen sich gern in der afrikanischen Sonne

Insbesondere Tiere mit dunkler Haut oder dunklem Fell leiden unter der Sonne. Darunter gehören, Elefanten, Nashörner und Büffel. Vor allem Büffel suhlen sich um die Mittagszeit gerne in Schlammlöchern, um ihre Haut vor der Sonne zu schützen. Sie alle benötigen jetzt eine Wellnesspause. Elefanten bestäuben sich mit ihrem Rüssel mit Staub und Wasser an Wasserlöchern. Nashörner, Großkatzen, Antilopen suchen den Schatten der Bäume und Gebüsche.

Safari im Krüger Nationalpark Südafrika

Die Ugly 5 – die hässlichen 5 im Krüger Nationalpark

Safari im Krüger Nationalpark Südafrika

Hyänen Babys im Krüger Nationalpark in Südafrika

Neben den Big 5 gibt es auch noch eine andere Tiergruppierung im Krüger Nationalpark: Die Ugly 5. Die hässlichen 5 sind: Hyänen, Geier, Marabu, Warzenschweine und Gnus – wobei ich die letzten beiden wirklich gar nicht hässlich finde. Die eher unschmeichelhafte Bezeichnung Ugly 5 haben diese Tiere erhalten, weil sie irgendwie hässlich oder ihr Körperbau etwas unförmig ist. Aber vor allen Dingen Warzenschweine wirken auf mich irgendwie drollig. Vor allem wenn sie mit ihren Jungen auf der Flucht sind, sieht es ulkig aus, denn dann stellen sich ihre Schwänzchen wie Antennen in die Luft – das soll anderen flüchtenden Warzenschweinen als Orientierungshilfe gelten. Gnus (Wildbeast) haben einen unförmigen Körperbaum, aber seit ich sie bei der Großen Tierwanderung in der Serengeti beobachten konnte, mag ich diese Tiere. Und dann wären da noch die Hyänen, die ich persönlich wirklich hässlich finde. Wir begegnen im Kruger Park zwei kleineren Rudel mit ihren Jungen. Die jungen Tüpfelhyänen mögen ja noch süß wirken, aber die älteren wirken auf mich wie die fiesen Gesellen aus dem Film König der Löwen. Das Kichern der Hyänen hört sich wirklich ulkig an und geht bis ins Mark.

Mein Safari Camp: Die Nkambeni Safari Camp

Safari im Krüger Nationalpark

Mein permanent Tent im Nkambeni Safari Camp im Krüger Nationalpark

Wer das ultimative Safari-Feeling haben will, dem empfehle ich auf alle Fälle ein Safari Camp mit permanent Tent, das sind komfortable Hauszelte, die aber alles bieten, was man als zivilisierter Mensch doch auch gerne schätzt. Ich habe 3 Nächte im Nkambeni Safari Camp übernachtet. Mein permanent Tent war super. Ich hatte ein komfortables Bett mit Moskitonetz, eine In- und Outdoor-Dusche (outdoor Dusche ist nach der Safari so genial) und dazu noch Wasserkocher mit Tee- und Kaffee. Die Hütte hat Strom. Im Camp gibt es außerdem noch ein Restaurant, einen Garten mit Pool und eine Lobby mit Shop. Die Lodge befand sich innerhalb des Kruger Nationalparks, in der Nähe vom Numbi Gate.

Mein Fazit zu meiner Safari im Kruger NationalparkSafari im Krüger Nationalpark Südafrika

Keine Frage, die Safari im Kruger Nationalpark gehört zum Höhepunkt jeder Südafrika-Reise. Es ist mit Abstand der größte und bekannteste Nationalpark in Südafrika und darf auf keinen Fall fehlen, wenn man nach Südafrika reist. Im Vergleich zu den Safaris in anderen Nationalparks in Südafrika wie z.B. im Addo Elephant Park an der Garden Route, dem Hluhluwe-iMfolozi-Park in KwaZulu-Natal und dem iSimangaliso-Park hat man hier schon am meisten Tiere gesehen. Im Addo Elephant Park sieht man hauptsächlich die (Kap-)-Elefanten, im Hluhluwe-iMfolozi-Park habe ich aber weit mehr Nashöhrner gesehen als im Kruger Nationalpark und im iSimangaliso-Park hauptsächlich Nilpferde und Krokodile. Dennoch muss ich sagen, war ich von allen Parks in Südafrika was die Safaris angeht enttäuscht. Nicht dass sie schlecht waren, aber wer einmal eine Safari in Tansania gemacht hat, kann das überhaupt nicht miteinander vergleichen. In Südafrika war man froh, wenn man zwei Zebras gesehen hat, in Tansania habe ich hunderte auf einem Haufen gesehen. Tansania hat die höchste Tierdichte der Welt. Allerdings muss ich sagen, dass ich in Südafrika nicht zur optimalen Safarizeit gereist bin, ich bin während der Sommermonate dort gewesen (Januar/Februar), da regnet es häufig und die Tiere finden überall Wasser, so dass sie sich nicht so stark an Wasserlöchern versammeln. In Tansania war ich im Juni, das waren dort die Wintermonate. Auch fand ich persönlich nicht gut, dass man in Südafrika überall mit dem eigenen Wagen durchfahren kann. Fast jeder fährt mit dem Mietwagen auf geteerten Straßen durch den Busch, sogar Reisebusse sind unterwegs. Das hat dann wirklich schon den Anschein von einem größeren Zoo. Es ist auch sehr viel los und wenn irgendwo ein Löwe gesichtet wird, will jeder so nah wie möglichst rankommen und versperrt mit seinem Auto den Weg – finde ich persönlich ätzend. Die Safaris mit erfahrenen Rangern sind weit besser und man darf auch abseits der geterrten Wege fahren. In Tansania gibt es nirgendwo Zäune und auch keine geteerten Straßen (nicht mal außerhalb der Nationalparks), die Tiere gehören zum Land wie eh und jeh, Tansania ist eben sehr viel ursprünglicher – mir hat das besser gefallen. Aber man kann diese beiden Länder nicht miteinander vergleichen, jedes ist für sich besonders. Die Safari im Kruger Nationalpark war definitiv ein Highlight meiner Südafrika-Reise. Und letzten Endes war der Krüger Nationalpark sogar der einzige Park, in dem ich komplett alle Big 5 gesehen habe und das sogar an einem Tag!

Safari im Krüger Nationalpark Südafrika

Praktische Hinweise für deine Safari im Krüger Nationalpark

  Wann ist die beste Reisezeit für Safaris im Krüger Nationalpark?
Die beste Zeit für Tierbeobachtungen im Kruger Park ist die Trockenzeit in den südafrikanischen Wintermonaten von Mai bis Oktober. Dann ist das Gras niedriger und man sieht die Tiere besser, außerdem versammeln sich die Tiere eher an den Wasserlöchern.
In den südafrikanischen Sommermonaten von November bis April sind die Temperaturen am höchsten und liegen oft zwischen 30 und 40 Grad. Es kann sehr häufig regnen und obwohl Regenschauer kurz sind, ist es doch recht schwül. Auch verteilen sich die Tiere eher im Park, da es überall genug Wasser und Gras gibt.Wann ist die beste Chance für Tierbeobachtungen?
Wie oben schon beschrieben sind viele Tiere nachtaktiv. Daher eigenen sich die frühen Morgen-und Abendstunden am besten für Safaris, da die Tiere dann noch aktiv sind. Zur Mittagszeit wird es immer schwieriger gute Tierbeobachtungen zu machen, da sich die Tiere dann vor der Hitze und Sonne im Schatten unter Bäumen verstecken und/ oder schlafen.

Eingänge und Tore zum Kruger Park:
Im Süden: Malelane Gate und Crocodile Bridge (direkt am gleichnamigen Camp)
Im Südwesten: Numbi, Phabeni und Paul Kruger Gate
Im Westen: Orpen und Phalaborwa Gate Im Norden: Pafuri und Punda Maria Gate

Unterkünfte & Lodges im Krüger Nationalpark
für jeden Geschmack die richtige Lodge. Da der Krüger Nationalpark rießig ist, hängt es stark von der Region ab, in der du dich befindest. Ich würde dir auf alle Fälle zu einer Lodge innerhalb des Parks raten, das ist einfach außergewöhnlich mitten in der Wildnis zu übernachten. Hier eine Übersicht: Unterkünfte im Krüger Nationalpark finden*

Straßen im Kruger Park: Die Hauptstraßen im Kruger Park sind asphaltiert und gut befahrbar. Daneben gibt es noch Seitenstraßen, in die nicht alle Fahrzeuge fahren dürfen. Überall gilt ein Tempolimit von 40. Außerdem darf man nicht aus dem Fahrzeug aussteigen und auch nicht abseits der Straßen fahren. Straßenkarten gibt es z.B. an den Eingängen.

Öffnungszeiten im Kruger Nationalpark
Nov-Mrz: 5:30 bis 18:30 Uhr
Apr-Okt: 6:00 bis 17:30 Uhr
Bei Überschreiten der Zeiten werden hohe Geldstrafen fällig.

Malaria im Kruger Park:
Die Malaria Gefahr im Krüger Park ist geringer als in anderen afrikanischen Regionen. Allerdings gab es lt. Auswärtigem Amt in letzter Zeit wieder einige Fälle von Malaria, daher ist eine Malaria Prophylaxe schon sehr wichtig. Ich habe die Malaria Tabletten eingenommen, da ich eher ein vorsichtiger Typ bin und die Tabletten gut vertrage. Ich denke aber der Krüger Park ist nicht unbedingt ein hoch riskantes Malariagebiet, wenn man sich an die üblichen Regeln hält (lies dazu meinen Artikel Infos zum richtigen Schutz gegen Malaria). Das muss jeder für sich entscheiden und im Idealfall mit einem Tropenmediziner besprechen.
– Infos zum richtigen Schutz gegen Malaria findest du hier
– Reiseapotheke für Safari Reisen nach Afrika – meine Tipps

Eintritt in den Krüger Nationalpark: 328 Rand für Erwachsene, 164 Rand für Kinder.Wie lange sollte man eine Safari im Krüger Nationalpark planen?
Ich würde mindestens 3 Tage im Kruger Park verbringen, besser sind 4 Tage. Wer nur einen Tag dort ist, sieht womöglich nicht soviele Tiere. Außerdem ist eine Nacht in der Wildnis einfach unbeschreiblich und unvergesslich. Es gibt tolle Camps im Krüger Park.

Welche Art von Safari im Krüger Nationalpark ist die beste? 
Finde es für dich selbst heraus. Es gibt Leute, die stehen voll auf Luxusurlaub und sind plötzlich in der Wildnis mit einem Zelt zufrieden, andere brauchen ihre Luxus-Lodge mit freistehender Badewanne direkt am Wasserloch der Elefanten. Im Krüger Park gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel die richtige Unterkunft.

Welche Safari ist die beste?
Selber fahren, mit erfahrenem Ranger oder geführter Bushwalk – was ist meine Empfehlung?
von selber fahren halte ich persönlich wenig, ein erfahrener Ranger kennt sich einfach besser aus, er kennt die Wege, darf auch abseits der Hauptstraßen fahren, hat das bessere Fahrzeug und weiß mehr über die Tiere, wo sie sich aufhalten und über ihr Verhalten. Er kann Spuren lesen und ist mit anderen Rangern immer über Funkgerät vernetzt. Die Ranger tauschen ständig Informationen über die Tiere aus, weil jeder Ranger möchte seinen Gästen das beste Safari-Erlebnis bieten und das heißt soviele Tiere wie möglich zu sehen. Daher empfehle ich immer eine Tour mit einem erfahrenen Ranger zu machen.

Bushwalk-Safaris: Bei einem Bushwalk läufst du zu Fuß mit bewaffneten Rangern durch den Park. Das ist das ultimative Safari-Erlebnis. Du lernst die Spuren der Tiere zu verfolgen und nimmst ihre Witterung auf. Wenn du einem ausgewachsenen Elefantenbullen gegenüber stehst, ist das sicherlich ein Wahnsinserlebnis.

Moring Game Drive: Die Safaris starten früh morgens (ca. 5 – 5:30 Uhr) – die beste Zeit für Tierbeobachtungen, denn wie gesagt, um die Mittagszeit verkriechen sich viele Tiere in den Schatten. Morgens sind sie noch aktiver und daher stehen die Chancen besser, Tiere zu sehen.

Evening Game Drive: Am Abend gibt es dann nochmal die Chance auf Pirsch zu gehen. Auch gibt es z.B. die Chance nachtaktive Tiere zu beobachten. Nachts sind viele Tiere wie z.B. Löwen, Leoparden etc. auf Jagd. Daher eignen sich diese Zeiten am besten für Tierbeobachtungen.

Ganztagessafari im 4×4 Jeep
Die häufigste und auch günstigste Variante ist die Ganztagessafari in einem 4×4 Jeep mit einem erfahrenen Ranger. Hier fährst du den ganzen Tag durch den Kruger Nationalpark und siehst ziemlich viel.

Infos zum Kruger Nationalpark

 Mit 19.624 km² Fläche ist der Krüger Nationalpark einer der ältesten und größten Schutzgebiete des südlichen Afrikas. Gegründet wurde er bereits 1898. Damals erkannte man, dass die wilden Tiere einen Schutzraum brauchten, denn sie waren da bereits vom Aussterben bedroht, weil die ersten Farmer Afrikas und Wilderer nahezu alles abknallten, was sich bewegte. Wir Deutschen bezeichnen den Kruger Park immer fälschlicherweise als Krüger Park. Sein Namensgeber war Paul Kruger – ein Nachfahre deutscher Einwanderer, der ersten Siedler in Südafrika. Paul Kruger war ehemaliger Präsident von Südafrika. Allerdings richtete er den Park eher zu dem Nutzen ein, dass er selbst privat darin auf Großwildjagd gehen konnte. So wurde es ihm auch von den Initiatoren schmackhaft gemacht. Man schmeichelte dem Präsidenten damit, dass man dem Park seinen Namen gab. Erst 1926 wurde der Kruger Park auch Nationalpark. Der Park ist größtenteils durch Zäune geschützt. Immerhin lässt man den Tieren aber die Möglichkeit von Ost-nach West zu wandern, die Zäune zu den Privaten Wildreservaten, die an den Kruger Park angrenzen wurden eingerissen. Ebenfalls wurden die Zäune zur Grenze nach Mosambik wieder abgebaut, künftig will man einen grenzüberschreitenden Park errichten, wodurch der Kruger Park noch größer werden wird. Allerdings scheiterten viele Umsiedlungen von Tieren. Der Norden des Kruger Park ist auch weniger dicht mit Tieren besiedelt. Die besten Chancen auf gute Tierbeobachten bestehen daher im südlichen Teil des Kruger Parks – das ist auch der touristisch am besten erschlossene Teil.

Tiere im Kruger Nationalpark:
Insgesamt leben ca. 150 verschiedene Säugetierarten im Krüger Park, 500 Vogelarten, 114 Reptilienarten, 50 Fischarten und 34 Amphibien.
Nashörner: 350 Spitzmaulnashörner (bedroht), 9.000 Breitmaulnashörner
11.600 Elefanten
Katzen: 1.500 Löwen, 1.000 Leoparden, 200 Geparde (bedroht)
Huftiere: 5.000 Giraffen, 18.000 Zebras, 17.000 Streifengnus, 27.000 Büffel
Antilopen: 150.000 Impalas 500 Buschbock, 300 Elands, 5.800 Kudus, 1.000 Antilopen,
Sonstige: 2.000 Tüpfelhyänen 3.800 Warzenschweine  350 Afrikanische Wildhunde (bedroht)  in den Flüssen: 3.000 Krokodile 2.500 Nilpferde

Weitere nützliche Tipps für deine Safari im Krüger Nationalpark:

Safari Ausflüge buchen:

Meine Reiseroute durch Südafrika:

Nützliche Tipps zur Reiseplanung Südafrika

Die besten Reiseführer für Südafrika Reisen

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meine Route durch Südafrika ist übrigens die gleiche wie in dem Film Südafrika, der ein sehr großer Erfolg in den Kinos war und der ganz interessant gemacht ist:

Südafrika – Der Kinofilm 

 

 

 

 

Warst du schon einmal auf Safari im Krüger Nationalpark in Südafrika? Welche Erfahrungen & Erlebnisse hast du gemacht? Schreib es gerne in die Kommentare!

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