Das Highlight meiner Peru-Reise steht vor mir: die Wanderung auf dem Inkatrail zu Machu Picchu. Einmal im Leben wollte ich Machu Picchu sehen, heute würde es also soweit sein. Wie würde es sich anfühlen, plötzlich vor der magischen Inkastadt zu stehen? Gut, dass mir mein Reiseveranstalter die Wanderung auf dem Inkatrail quasi aufzwang, denn wer sich den Weg zu der magischen Inkastadt hart erkämpft, ist umso glücklicher plötzlich vor ihr zu stehen. Doch bis dahin würde es ein weiter und steiniger Weg werden.

Ich war anfangs etwas unsicher, ob ich mir diese Wanderung auf dem Inkatrail zu Machu Picchu zumuten soll: wie würde mein Körper auf die Anstrengung in der Höhe reagieren? viele machten mir Mut und besänftigten mich damit, dass Machu Picchu gar nicht so hoch läge – und das stimmt auch. Mit grade mal 2.430 Metern liegt Machu Picchu vergleichsweise niedrig – da hatte ich während meiner Peru-Reise bisher schon ganz andere Höhen überlebt. Aber der Inkatrail ist anstrengend, es geht viele Treppen hoch – auf den gleichen alten Pfaden, die schon die Andenvölker nutzten, um sich der vergessenen Stadt zu näheren. Aus diesem Grund, war ich sehr froh, dass wir nur die 2-Tages-Variante des Inkatrails wählten. Bei dieser Variante fährst du mit der Peru Rail bis zu Kilometer 104 und steigst im Urubamba Tal aus. Von hier beginnt eine etwa 7-stündige Wanderung bis zu Machu Picchu. Am Ende des Tages erreichst du die Ruinenstadt. Am nächsten Tag fährst du nochmal hin, um dir die Ruinen in Ruhe anzuschauen. Die Wanderung auf dem Inkatrail ist aber nur ein Tagesmarsch.

Von Ollantaytambo mit der Peru Rail bis zu Kilometer 104

Die Aufregung ließ meinen Körper in der Nacht kaum zur Ruhe kommen. Bis spät in die Nacht waren die Feierlichkeiten des Karnevalsfestes auf dem Marktplatz von Ollantaytambo in meinem Zimmer zu hören und immer wieder jaulte ein Straßenhund durch die dunkle Nacht. Wieder hatte ich nur etwa vier Stunden geschlafen, wie schon die letzten Tage auch und mittlerweile zerrte der Schlafmangel ganz schön an meiner Energie. Müde schleppte ich mich zum Frühstück und stolperte über meine eigenen Füße – nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um den Inkatrail zu gehen, denke ich mir und versuchte mich zusammenzureißen. Eine doppelte Ration Coca-Tee musste meinen Schlafmangel jetzt kompensieren und das wirkte auch. Wir füllten unsere Flaschen mit Wasser auf und dann marschierten wir voller Tatendrang hinunter zum Bahnhof von Ollantaytambo.

Hier wartete schon die Peru Rail. Ein nostalgisch anmutender Zug mit Schaffnern in feschen Uniformen, die wie aus einer anderen Zeit wirkten. Die Zugfahrt durch das fruchtbare Urubamba Tal gehörte übrigens zu einer der schönsten, die ich bisher unternommen habe (mal abgesehen von der Zugfahrt in Sri Lanka durchs Zentrale Hochland). Nebelschwaden zogen aus Maisfeldern hinauf und am Horizont sind die schneebedeckten Gipfel der Anden zu sehen während der Rio Urumbamba friedlich durch ein menschenleeres Tal plätschert. Vom rauhen kargen Andenklima wandelte sich die Landschaft hier im Urubamba Tal in tropische Dschungelvegetation. Machu Picchu ist quasi der Übergang vom Andenhochland in die Amazonasebene von Peru. Die Züge sind mit großen Panoramafenstern ausgestattet, so dass man die Landschaft auch während der Zugfahrt bewundern kann. Wie sooft ist der Weg das Ziel. Etwa eine Stunde dauert die Fahrt bis zu Kilometer 104. Die Haltestelle liegt unscheinbar mitten in der Dschungel-Pampa, wird aber deutlich im Zug angesagt.

Inkatrail

Start des 2-tägigen Inkatrails an KM 104

Wir schnallten uns unsere Rucksäcke auf, während ein Teil unserer Reisegruppe weiter bis nach Aquas Caliente fuhr – der Endstation und gleichzeitig der Ausgangspunkt für alle, die Machu Picchu besuchen wollen. Von den im Zug verbliebenen wurden wir mit anerkennenden Blicken entlassen, während wir uns voller Tatendrang in ein Abenteuer stürzen wollten.

Auf geht`s auf dem Inkatrail zu Machu Picchu

Inkatrail

Inkatrail: Über eine Hängebrücke überqueren wir den Rio Urumbamba

Über eine Hängebrücke überquerten wir den Rio Urumbamba. Am Eingang registrierten wir uns mit dem Reisepass, cremten uns mit Sonnencreme und Mückenschutzmittel ein und dann ging es los. Schon zu Beginn der ersten Etappe am Fuße der Urumbamba Berge liegen die ersten Inkaruinen von Chachabamba.

Die Ruinen von Chachabamba

Inkatrail

Die Ruinen von Chachabamba am Beginn des 2-tägigen Inkatrails bei KM 104

Die erste Etappe führt hinauf auf die Berge. Der Inkatrail schlängelt sich entlang der Bergrücken hoch über dem Urubamba Fluss entlang. Kurve um Kurve, Berghang, um Berghang liefen wir ruhig hintereinander her entlang am Fels. Rechts geht es steil hinab in die Tiefe. Die Sonne stach jetzt vom Himmel. Nach einer Weile hielt unser Guide Mileni inne: “schaut!” sagt sie, “da vorne liegt unser erstes Etappenziel: Die Ruinen Stadt von Winay Wayna”. Die Stadt schmiegt sich zwischen zwei Berge an den Fels. “In drei Stunden werden wir dort sein”, sagt Mileni. 3 Stunden! denke ich mir zu diesem Zeitpunkt schon – das ist noch lange.

Inkatrail

Es geht steil bergauf auf dem Inkatrail

Inkatrail

Die Ruinen von Winay Wayna

Steil geht es die Stufen hinauf auf uralten Steintreppen, welche die Inka angelegt haben. Von hier aus hatten sie die beste Sicht auf das Tal, zu deren Füßen der Fluss dahinfließt und sich die umliegenden Gipfel wie stille Wächter auftürmen. Der Anblick der alten Ruinenstadt Winay Wayna vor unseren Augen ist beeindruckend. Die Ruinen liegen auf 2650 Metern Höhe und schmiegen sich an den Bergrücken. Auch hier lassen sich sehr gut die vielen Terrassenfelder erkennen, welche die Inka nutzten, um Getreide und Gemüse anzubauen.

Winay Wayna

Die Ruinen von Winay Wayna liegen auf halber Strecke der Tageswanderung zu Machu Picchu

Wir machten eine kurze Mittagspause, packten unsere Lunchpackete aus und verschlangen gierig die Brote. Immer im Blick die altehrwürdigen Ruinen hoch oben über dem Urumbamba Tal. Nur mühselig raffte ich mich wieder auf, die Anstrengung des bisher vierstündigen Aufstiegs saß mir schon jetzt in den Knochen. Noch zwei Stunden musste ich durchhalten bis wir das Sonnentor erreichen werden.

Inkatrail

kurze Rast an den Ruinen von Winay Wayna auf dem Inkatrail

Durch Regenwälder zum Sonnentor

Inkatrail

Der Weg führte nach der Mittagspause durch schattige und feuchte Regenwälder. Wasserfälle rieselten die steilen Hänge hinunter und Orchideen blühten am Wegesrand. Ein Mitwanderer hat sogar eine Schlange gesehen, zum Glück hatte ich sie nicht gesehen. Doch dann passierte etwas Unvorhergesehenes: einer aus meiner Wandergruppe bekam plötzlich Atemprobleme. Das Gehen fiel ihm schwer, das Herz zog. Jeder Guide hat eigentlich eine Sauerstoffflasche dabei, doch ausgerechnet die funktionierte jetzt nicht. Was also tun hier oben? Zum Glück waren Ärzte mit in der Gruppe, sonst hätte es böse ausgehen können. Der arme Guide musste den Wanderer ein Stück weit tragen, was eine echte Schlepperei war. Wir anderen gingen vorne draus. Doch dieses Erlebnis hielt uns vor Augen, dass der Inkatrail kein Spaziergang ist und wir hofften, dass wir alle heile und rechtzeitig ankommen werden.

Inkatrail

nach Winay Wayna führt der Inkatrail durch schattige Regenwälder mit schönen Wasserfällen

 

Inkatrail

Auf dem Inkatrail wachsen unzählige wilde Orichdeen und exotische Pflanzen

Kurz vor dem Sonnentor hatte der Weg es noch mal in sich: steil ging es nach oben, teilweise musste ich mit Händen nach oben kraxeln, so steil war es. Doch die Aussicht entlohnte uns für die Strapazen. Wir hatten unseren bisher gegangenen Weg immer im Blick, da sich der Inkatrail entlang des Tals auf den Bergrücken entlangzieht.

Inkatrail

auf dem Inkatrail zu Machu Picchu: unermüdlich ging es Treppenstufe um Treppenstufe bergauf

Und dann plötzlich rief Daniel aus meiner Wandergruppe ganz aufgeregt; “ich glaub da vorne ist es, da vorne ist das Sonnentor”! wir hatten es geschafft!” Endorphine tanzten plötzlich durch jede Faser meines Körpers. Hatte ich grade noch den ganzen Inkatrail verflucht, war ich jetzt froh und glücklich diesen Anblick einmal im Leben zu sehen. Wenn man sich einen Weg so hart erkämpft, dann ist die Freude über das Ziel, umso schöner. Alle lachten und freuten sich, dass wir das Ziel erreicht hatten. Wir waren uns alle bewusst, dass dies ein Moment ist, den man genau einmal im Leben erlebt und das es gilt, diesen Moment zu konservieren mit allen Sinnen. Wir hatten den Höhepunkt unserer Perureise geschafft. Was soll das hier noch toppen können? Naja fast, bis zu Machu Picchu war es noch ein Stück. Jedenfalls ist der Blick vom Sonnentor auf Machu Picchu etwas einzigartig und besonderes – ein Blick eben, denn man von den Fotos, die man bisher so von Machu Picchu gesehen hat, nicht kennt.

Inkatrail

Es ist kaum in Worte zu fassen, wie klein und unscheinbar die magische Stadt dort unten liegt, wie winzig sie doch wirkt, wenn man sie von hier oben am Sonnentor betrachtet: eingebetet in die Natur, umringt von Bergen und magisch angestrahlt vom Abendsonnenlicht. Wie muss es den Inka ergangen sein als sie vor hunderten von Jahren diese Pfade liefen und am Sonnentor hinunter auf ihr Ziel schauten? Ehrfürchtig blicken wir hinunter. Wir setzen uns eine Weile auf die alten Mauern, jeder für sich allein und schauten einfach nur in die Stille der Landschaft hinein. Wir warteten noch immer auf Mileni und den angeschlagenen Wanderer, auch er hat es schließlich geschafft, ich weiß nicht wie, aber am Ende sind wir alle heil angekommen. Doch bis zu Machu Picchu selbst lag noch immer ein Weg von einer Stunde vor uns.

vom Sonnentor zu Machu Picchu

Das letzte Stück zog sich länger als gedacht, läuft sich aber angenehm. Es ging jetzt nur noch bergab zu Machu Picchu. Als wir die alte Pforte zu der alten Inkastadt endlich erreichen, sind die Tagestouristen längst gegangen.Inkatrail

Es ist eine nahezu magische Stimmung als wir auf die Stadt vor ihrem berühmten Bergrücken blicken. Das Abendlicht leuchtet die alten Ruinen an, die majestätisch vor uns liegen. Ringsum herrscht Stille. Es ist ein Augenblick, der für die Ewigkeit eingefroren zu sein scheint. Wir haben die Ruinen ganz für uns allein, für uns und unsere Fotos ohne tausende Touristen drauf. Diese magische Stille und Einsamkeit in Machu Picchu erlebt man wohl nur, wenn man den Inkatrail läuft, denn am nächsten Morgen als wir mit dem Touristenbus von Aquas Caliente zurückkommen, marschieren Touristenströme durch Machu Picchu und die ganze magische Stimmung vom Vorabend scheint verloren. Zum Glück hatten wir Machu Picchu auf dem Inkatrail erreicht, denn sonst wäre ich vielleicht enttäuscht gewesen von einer der beeindrucksten Sehenswürdigkeiten der Welt, einem der neuen sieben Weltwunder und UNESCO Weltkulturerbe. Erst der beschwerliche Weg auf dem Inkatrail machte das Ziel für mich so einzigartig und die menschenleere Stimmung am Abend ließ mich erschauern vor der Kultur der Inka.

Packliste Peru

Mich haben einige Fragen zu dieser Wanderung auf dem Inkatrail erreicht, die ich nun versuche zu beantworten:

Der Inkatrail

Die Wanderung auf dem gesamten Inkatrail dauert 4 Tage. Der Inkatrail führt auf originalen Inka Pfaden zu den Ruinen von Machu Picchu und ist eine der schönsten und bekanntesten Wanderungen in Südamerika. Wer die 4-Tages-Wandertour geht, überquert hohe Pässe, blickt auf schneebedeckte Andengipfel und wandert durch Regenwald. Wasserfälle und alte Inkaruinen liegen sowohl auf der 4-Tages- als auch auf der 2-Tageswanderung.

Länge des gesamten Inkatrails: ca. 45 Kilometer

Länge der letzten Tagesetappe: 13, 3 Kilometer

Ausgangspunkt 4 Tages-Wanderung Inkatrail: bei Km 82 in Piscacucho

Ausgangspunkt 2-Tages-Wanderung Inkatrail: bei Km 104

Du fährst von Ollantaytambo ca. 1 Stunde mit dem Zug zu km 104.

Höchster Punkt: 4.200 m, Pass der toten Frau, liegt auf Etappe 2 der 4-Tageswanderung (diese Etappe gilt als die anstrengenste)

Auf der 4-Tagestour hast du drei Pässe zu bewältigen: 4200m, 3900m und 3650m.

Auf der 2-Tageswanderung liegt der höchste Punkt auf 2640 Metern, an den Ruinen von Winay Wayna

Ende: Machu Picchu bzw. Aquas Caliente

Von dort fährt ein Bus hinunter nach Aquas Caliente. Dort habe ich im Hotel übernachtet.

Welche Regeln gelten auf dem Inkatrail?

Der Inkatrail ist eine der beliebtesten Wanderungen der Welt, dementsprechend überlaufen ist der Treck. Die Regierung verschärft von Jahr zu Jahr die Zugangsbedingungen zum Inkatrail und zu Machu Picchu um den Besuchermassen Herr zu werden. Touristen lassen einfach gerne überall ihren Müll liegen, die sanitären Anlagen sind ziemlich unterirdisch. Aufgrund der viel zu vielen Besucher wurden die Gebühren für den Inkatrail stark angehoben und man darf auch nur mit professionellen Guides unterwegs sein. Zur Zeit dürfen nur noch 500 Wanderer täglich auf dem Treck unterwegs sein. Das wird anhand des Reisepasses, mit dem man sich registrieren muss, kontrolliert. Da der Trail so stark limitiert ist, solltest du lange im Voraus buchen. Es wird empfohlen den Inkatrail 6 Monate vorher zu buchen, da er sonst ausgebucht sein kann.

Wie komme ich zum Inkatrail?

Die Anreise zum Inkatrail erfolgt auf der 2-Tages-Etappe von Ollantaytambo mit der Bahn zu KM 104.

In Cusco gibt es diverse Touranbieter, die den gesamten und den halben Inkatrek in organisierten Gruppentouren anbieten. Allerdings wäre es mir zu unsicher direkt vor Ort zu buchen, da der Weg ja streng limitiert ist und es sein kann, dass dann schon alles ausgebucht ist. Sicher kannst du auch online hier buchen:

Ich persönlich war mit einer Pauschalreise in Peru unterwegs. Infos zu meinem Reiseveranstalter, den ich sehr empfehlen kann, findest du in meiner Reiseroute Peru-Bolivien-Chile

Was kostet ein Ticket für den Inkatrail?

Die Gebühren für den Inkatrail sind nicht gerade günstig.

4-tägiger Inkatrail: 600 USD Erwachsene

2-tägiger Inkatrail: 500 USD Erwachsene

Die Preise beinhalten das Eintrittsticket für Machu Picchu, Transport mit Bus und Bahn sowie Guides und ggf. Träger (4-Tagestour) bzw. Mahlzeiten.

Wo buche ich den Inkatrail?

Wenn du nicht wie ich in einer organisierten Reise unterwegs bist kannst du den Inkatrail entweder direkt vor Ort in Cusco bei einem Veranstalter buchen oder du buchst ihn schon direkt online und bist dann auch sicher, dass du dein Ticket hast und der Trail nicht schon ausgebucht ist. Online kannst du hier buchen:

Wie fit muss ich für den Inkatrail sein?

Bitte geh den Inkatrail nur, wenn du körperlich fit bist und schon einige Wanderungen gemacht hast. Solltest du gesundheitliche Probleme haben, lass es. Selbst die 7-stündige Tageswanderung ist anstrengend und du wirst einige Höhenmeter bewältigen müssen. Wer öfter wandert, weiß, dass es immer auf die Höhenmeter ankommt. Nicht zu unterschätzen ist auch die Anstrengung in der Höhe bzw die körperlichen Auswirkungen der Höhe (bei mir war es z.B. der Schlafmangel, andere hatten Magen-Darm-Probleme). Die letzte Tagesetappe zum Sonnentor soll zwar nicht ganz so anstrengend wie die ersten Etappen des 4-tägigen Inkatrails sein und nicht ganz so hoch liegen, aber du solltest das auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Du solltest dich auch unbedingt vorher an die Höhe akklimatisert haben. Das dauert meist ein paar Tage und selbst nach einer Woche kann es zur Höhenkrankheit kommen. Prinzipiell sind Jüngere konditionsmässig eher im Vorteil, bei mir waren aber auch über 60-jährige dabei und ich habe den höchsten Respekt vor ihnen. Es ist immer eine Sache der persönlichen Fitness. Ich jedenfalls habe jetzt ein neues Ziel: auch so fit zu sein, wenn ich mal über 60 bin, dass ich noch den Inkatrail gehen kann!

Inkatrail

Wie sind die Wege auf dem Inkatrail?

Auf dieser beschriebenen Tageswanderung geht der erste Teil des Weges steil bergauf, rechts neben dir geht es steil berg runter. Du solltest dich also auf deine Tritte konzentrieren und schwindelfrei sein. Die Wege sind teilweise steinig und führen über sehr steile Steintreppen nach oben. Kurz vor dem Sonnentor kraxelte ich quasi auf allen Vieren die Steintreppen hoch.

Wie sind die sanitären Anlagen auf dem Inkatrail?

Wer vorhat den ganzen Inkatrail von 4-Tagen zu gehen sollte sich bewusst sein, dass die sanitären Anlagen auf dem Inkatrail absolut ekelhaft sind. Ich war froh, dass ich keine Toilette aufsuchen musste, da ich alles rausgeschwitzt habe. Aber wer 4 Tage unterwegs ist, muss jeden Abend duschen und ganz ehrlich, das ist glaube ich kein schönes Erlebnis.

Guides und Träger auf dem Inkatrail

Der Inkatrail wird i.d.R. mit erfahrenen Guides durchgeführt. Ab 6 Personen muss ein zweiter Guide anwesend sein. I.d.R. sollte der auch eine funktionierende Sauerstoffflasche dabei haben.

Bei der 4-tägigen Wanderung hast du immer Träger dabei, welche die Ausrüstung für die Gruppe tragen. Das sind Zelt, Geschirr, Lebensmittel. Persönliches Gepäck wie Schlafsack muss i.d.R. selbst getragen werden. Es besteht die Möglichkeit einen zusätzlichen Träger zu engagieren.

Was du auf dem Inkatrail dabei haben solltest

Packliste Peru

  • Reisepass für die Registrierung
  • unbedingt ausreichend Wasser und Essen. Du kannst dir unterwegs nichts kaufen, daher fülle dir auf alle Fälle mehrere Wasserflaschen ab.
  • Sonnencreme und Insektenschutzmittel gegen tropische Mücken

morgens ist es frisch, mittags warm, also am besten

  • T-Shirt,
  • Windjacke
  • Trekkinghose
  • unbedingt gute Wanderschuhe mit dicker Sohle

hier findest du meine Packliste für Peru mit der Ausrüstung für den Inkatrail

Wanderstöcke und Schlafsäcke kannst du auch leihen. Bei Wanderstöcken müssen Gummipuffer unten dran sein, damit die Pfade nicht zerstört werden.

Beachte dass das Gepäck für Machu Picchu limitiert ist. Daher lass dein Hauptgepäck im Hotel in Cusco und schließ es dort ein. Das ist dort so üblich (extra Gepäckschlösser, siehe Packliste Peru)

Unterkünfte auf dem Inkatrail

Auf dem Inkatrail selbst gibt es keine Unterkünfte. Du schläfst in Zelten, wenn du den 4-tägigen Marsch antrittst. Bei der 2-Tagestour habe ich hier übernachtet:

OllantaytamboOllantaytambo Lodge*

Aquas Caliente: Wiracocha Inn*

Wann ist die beste Zeit für den Inkatrail?

In den trockenen Wintermonaten von Juli bis September ist Hochsaison und der Inkatrail ist stark überlaufen. Ich bin den Trail Ende Oktober gegangen und es war immer noch sehr viel los, so dass ich gar nicht wissen will wie es in der Hochsaison ist. Die Nebensaison ist von April bis Juni und von Mitte September bis Mitte Oktober.

In den peruanischen Sommermonaten (unserm Winter) wird es nicht empfohlen den Inkatrail zu gehen, da es aufgrund von reichlichen Regenfällen sehr rutschig und nass werden kann. Im Februar ist der Inkatrail ganz geschlossen.

Übrigens hatte ich auch super viel Glück mit dem Wetter, laut unserer Führerin Mileni regnet es durchaus auch mal zwischendurch, vor allem im Oktober, zu der Zeit als ich unterwegs war.

Lies auch meine Peru Tipps:

Reisetipps: Reiseführer Empfehlungen

folgende Reiseführer empfehle ich dir für diese Reiseroute:

 Stefan Loose Reiseführer Peru & Westbolivien: mit Reiseatlas*

bzgl. dem Bolivien Anteil in diesem Reiseführer muss ich sagen, ist das zu wenig für diese Reiseroute wie sie hier beschrieben ist, da er nur Bolivien rund um Titicacasee und La Paz enthält.

 

 

 

Lonely Planet Reiseführer Peru *

obwohl ich echt Fan der Stefan Loose Bücher bin, muss ich sagen für Peru fand ich diesen Reiseführer von Lonely Planet fast besser und strukturierter.

 

 

 

 

Schreib mir deine Erfahrungen gerne in die Kommentare! Auch wenn du sonst noch Fragen hast.

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