Das Valle Sagrado, also das Heilige Tal der Inka, ist ein fruchtbares Tal, das sich ab ca. 15 Kilometer nördlich von Cusco bis nach Ollantaytambo erstreckt. Wer zu Macchu Picchu reist, kommt fast immer durch das Heilige Tal der Inka. Im Valle Sagrado komme ich der Lebensweise der alten Inka immer näher: hier haben sie ihre kulturellen Errungenschaften hinterlassen und in dem fruchtbaren Tal viele ihrer Grundnahrungsmittel angebaut. Daher sagt man auch häufig, das Heilige Tal sei die Kornkammer der Inka gewesen. Die klimatischen Bedingungen für den Ackerbau sind hier ideal, durch das Heilige Tal fließt der Rio Urubamba und die umliegenden schneebedeckten Berge schützen das Tal, das etwas tiefer als Cusco liegt und somit auch milder ist. Neben der Landschaft sind es die ursprünglichen Dörfer und Traditionen, die den Reiz des Heiligen Tals der Inka ausmachen. Und wo es fruchtbares Ackerland gibt, gibt e auch immer Ruinen von längst vergessenen Kulturen. In dem Dörfchen Chinchero erfahre ich wie die Inka Alpakawolle zu Kleidung verarbeiteten, in der Forschungsstation von Moray haben die Inka Forschungen zur Landwirtschaft betrieben und in den Salzterrassen von Maras wird noch heute wie damals Salz abgebaut. Die Fahrt durch das Heilige Tal der Inka gehört also auf alle Fälle zu einem Besuch in Peru.

Heiliges Tal der Inka

Das Heilige Tal der Inka: Traditionelle Webkunst der Inka in Chinchero

Peru Reisetipps

Vor schneebedckten Gipfeln und terrassenförmigen Inka-Ruinen liegt das kleine Dörfchen Chinchero. Das Dorf liegt ca. 30 Minuten nördlich von Cusco und ist für seine traditionelle Webkunst bekannt, die auf die Inka zurückzuführen ist. Im ganzen Dorf begegnen uns Frauen in ihren typischen Trachten: Große, runde Hüte zieren ihre Köpfe, unter denen dicke schwarze Zöpfe hervor baumeln. Gekleidet sind die Frauen in schwarz-roten Trachten. Jedes Dorf hat seine eigene Tracht, erklärt uns Mileni, die uns wie schon in Cusco, auch durch das Heilige Tal und bis zu Macchu Picchu begleiten wird. Wir werden schon erwartet. Einige Frauen wollen uns zeigen, wie die Inka Farben hergestellt haben, um Textilien bzw. Wolle aus Alpaka zu färben und daraus Kleider zu machen. Dafür hat eine der Frauen extra englisch gelernt und nun spricht sie stellvertretend für die kleine Dorfgemeinschaft in guten englischen Sätzen von ihrer Handwerkskunst, während die anderen zeigen, worum es geht. Natürlich wollen die Frauen im Anschluss auch etwas verkaufen und ich komme auch nicht daran vorbei mir einen Poncho aus Alpakawolle zu kaufen, den ich auf dem Foto vor Macchu Picchu trage. Manche Reiseführer sagen, das wäre hier übertrieben teuer, ich kann das nicht bestätigen. Es ist alles eine Frage des Verhandlungsgeschicks und ganz ehrlich man kauft auch zuhause keine Kleidung für 2 Euro oder?

Chinchero

In Chinchero gibt es auch einige Inka Ruinen, die terrassenförmig unter dem Dörfchen liegen. Für die Inka war Chinchero der Beginn des Regenbogens.

Sonntags gibt es einen traditionellen Markt in Chinchero.

 

Das Heilige Tal der Inka: Die Forschungsstation MorayReiseroute Peru - Bolivien - Chile

Ca. 32 Kilometer von Cusco entfernt liegt auf 3.500 Metern Moray – eine der bedeutensten Forschungsstationen der Inka. In der kreisrunden Anlage, die aussieht wie ein römisches Amphietheater, betrieben die Inka landwirtschaftliche Studien. Für ihr mächtiges Volk war es überlebensnotwenig in dem harten Klima der Anden Pflanzen anzubauen, von denen sich ein ganzes Volk ernähren konnte. Daher erprobten sie in Moray, welche Saat und Körner welche Höhenlagen vertrugen. Die einzelnen Terrassen sind in unterschiedlichen Höhen angelegt, in der tiefsten ist es wesentlich wärmer als auf der obersten Stufe. Dadurch fanden die Inka heraus in welcher Höhenlage sie welche Körner aussähen konnten. Wissenschaftler fanden das heraus, weil sie die Überreste von Samen fanden. Die Terrassenfelder wurden auch durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem betrieben. Ganz schön schlau, waren die Inka und ihrer Zeit somit weit voraus.

Moray - Heiliges Tal der Inka

Das Heilige Tal der Inka: Die Salzterrassen von Maras

Reiseroute Peru - Bolivien - Chile

Die Salzterassen von Maras bieten schon von Weitem einen sagenhaften Anblick! zwischen den Bergen des Urubamba Tals schmiegen sich die Salzbecken an die Berghänge. Weiße Becken soweit man blickt – als wären es Stufen zum Himmel – so zeugen sie noch heute von der Raffinesse der alten Inka. Die Inka waren mit ihren angelegten Terrassenfeldern, die man auch schon in der Landwirtschaft sieht, wirklich raffiniert. Hier in den Bergen bei Maras nutzten sie die Terrassen, um über die Becken Wasser einer Bergquelle strömen zu lassen, das dann in der Sonne verdunstete. Zurück blieb pures, reines Salz – das “Weiße Gold der Inka”.  Das Andensalz ist bekömmlich, man kann es heute auch an den Verkaufsständen an den Salinen erwerben. Heute wird in den Salzterrassen von Maras noch immer Salz wie zu Zeiten der Inka abgebaut. Über 3000 Salzpfannen schmiegen sich hier an die Berge.

Heiliges Tal der Inka

 

Heiliges Tal der Inka

Das Heilige Tal der Inka: OllantaytamboHeiliges Tal der Inka

In Ollantaytambo tauchen wir gänzlich in die geheimnisvolle Welt der Inka ein. Das kleine Dorf am Rande der Urubamba Berge verströmt die Magie des Andenvolkes. Vielleicht liegt es an der Stimmung, die wir erleben: das Dorf feiert grade ein Jubiläum und verschiedene Karnevalsvereine aus der gesamten Region sind nach Ollantaytambo gekommen, um auf dem Marktplatz zu tanzen, zu singen und alle laufen sie in wunderschönen Trachten durch das Dorf und lächeln uns sogar manchmal entgegen. Die Stimmung ist elektrisierend und am liebsten möchte man mittanzen. Das ganze Dorf ist in Feierlaune: am Straßenrand dampft es überall aus Garpfannen und gegrillte Meerschweinchen stapeln sich vor uns in Türmen auf – nichts für meinen vegetarischen Geschmack dabei, aber interessant ist das stimmungsvolle Gewussel auf den Gassen von Ollantaytambo schon.

Die Inkaruinen von Ollantaytambo

Ollantaytambo

Ganz anders wirkt dagegen die Zitadelle auf dem Berg. Sofort schlägt die fröhliche Stimmung wieder in ernsthaftere Mystik um, als wir die alte Inka-Ruine betreten, die vielen Stufen nach oben steigen und weit über das Tal und das Dorf blicken. Vom Berg gegenüber blickt uns ein grimmsgrämiges in den Fels gehauenes Gesicht entgegen. Dort hatten die Inka ihre Vorratskammern, hoch oben über dem Felsen im Berg lagerten sie Getreide und Kartoffeln. Die Inka-Ruinen von Ollantaytambo haben etwas mysthisches an sich – so wie das gesamte Dorf von einer Mystik umwoben ist, die man kaum beschreiben kann. An diesem Ort wurden einst auch Wasserzeremonien und andere Riten veranstaltet. Hierher flüchtet der Inka-König Manco Inca als er die Schlacht in Sacsayhuman in Cusco gegen die Spanier verlor. Er zog sich auf die Festung in Ollantaytambo zurück und als die Spanier mit ihren großen Pferden anrückten, lies er das Tal kurzerhand fluten. Den Spaniern gelang der Rückzug, doch sie kamen mit größerer Armee zurück und nahmen die Stadt ein.Heiliges Tal der Inka

Weitere Infos zu Ollantaytambo

Ollantaytambo ist ein guter Punkt, um weiter zu Macchu Picchu zu reisen.

Von Ollantaytambo aus starten viele Wanderungen und Trecks zu Macchu Picchu. Auch die Railway zu Macchu Picchu startet hier.

Es empfiehlt sich mind. 1 Nacht in Ollantaytambo zu übernachten.

Übernachten in Ollantaytambo

Mein Hoteltipp: Ollantaytambo Lodge*

Ich glaube die Ollantaytambo Lodge ist die bevorzugte Unterkunft für alle Durchreisenden zu Macchu Picchu.

Tagesausflüge ins Heilige Tal der Inka

Ab Cusco kannst du auch einen Tagesausflug ins Heilige Tal der Inka buchen:

Lies auch meinen Bericht zu Cusco:

Lies auch meine Peru Tipps:

Reisetipps: Reiseführer Empfehlungen

folgende Reiseführer empfehle ich dir für diese Reiseroute:

 Stefan Loose Reiseführer Peru & Westbolivien: mit Reiseatlas*

bzgl. dem Bolivien Anteil in diesem Reiseführer muss ich sagen, ist das zu wenig für diese Reiseroute wie sie hier beschrieben ist, da er nur Bolivien rund um Titicacasee und La Paz enthält.

 

 

 

 

Lonely Planet Reiseführer Peru *

obwohl ich echt Fan der Stefan Loose Bücher bin, muss ich sagen für Peru fand ich diesen Reiseführer von Lonely Planet fast besser und strukturierter.

 

 

 

 

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