Wo die Berge im Meer versinken, da ist man in der italienischen Region Ligurien. Wie ein schmales Band legt sich die Region Ligurien um die Kurve, grenzt im Westen an Frankreich, im Norden ans Piemont und im Süden an die Toscana. Zwischen Mare und Monti, Bergen und Meer, liegt die kleine Region in einem Schlummerschlaf zwischen verschlafenen Dörfchen an den Küsten der Cinque Terre, in die es heute nur noch Touristen zieht und einsamen Bergdörfern in den Ausläufern des Apennin, den mediterranen Alpen, die wie vergessene Orte die Jahre ohne Wandel an sich vorüberziehen lassen. Die Berge fallen steil ab, hinein ins Meer. Die Berge, sie versinken im Meer. Wer sich im Geopark Beigua umsieht, stellt schnell fest, dass Berge und Meer schon immer zusammengehörten, denn versteinerte Korallenriffe auf den Bergkämmen deuten darauf hin, dass das Meer einst die Berge verschlungen haben. Berge und Meer, die Vereinigung der Elemente Erde und Wasser, bieten viel für aktive Entdecker.

Und jenseits vom Meer, und abseits von den Dörfern, besticht Ligurien mit idyllischen Natur, schönen Ausblicken und einem ganzjährig milden Klima, das besonders für Wanderer und Mountainbiker super ist, da sie auch die Wintermonate hier verbringen können. Wer zwischen Mare und Monti nach Abenteuern in der Natur dürstet, der wird in Ligurien fündig. Ich wollte Ligurien aktiv entdecken und habe mir einige der schönsten Ecken angeschaut. Hier sind meine Tipps für aktive Entdecker in Ligurien:

Ligurien für aktive Entdecker

Tipps für aktive Entdecker in Ligurien:

Giro Italia: Radeln an der Riviera in San Remo

Ligurien für aktive Entdecker

Auf einer stillgelegten Eisenbahntrasse, die einst die ersten Touristen nach San Remo brachte, kann man heute wunderbar an der Riviera entlang radeln. Der Radweg ist super ausgebaut worden. Er eignet sich für sportliche Rennradfahrer ebenso wie für Freizeitradler oder Familien mit Kindern. Der Radweg ist eine Teiletappe des berühmten Giro d’Italia von Mailand nach San Remo. Seit 1907 findet das Radrennen auf einer Gesamtstrecke von 300 Kilometern statt. Die Strecke ist durchweg eben und führt immer mal wieder durch alte Eisenbahntunnels. Beim Radeln hat man die gesamte Blumenriviera im Blick. Traumhaft!

Ligurien für aktive Entdecker

 Strecke: Start in San Remo bis nach San Stefano al Mare (ca. 1 Stunde, 24 Kilometer),Infos zur Strecke: www.pistaciclabile.com
Fahrradverleih: Nole Bici am alten Bahnhof von San Remo (Uferpromenade gegenüber von der Russisch orthodoxen Kirche), super Citybikes, Rennräder, Mountainbikes, etc. Kosten: von 4 bis 20 Euro, je nach dem wie lange. Ein halber Tag kostet 16 Euro.
Rast: Beachclub Il Sandolino in San Stefano al Mare www.ilsandolino.it, hier kann man direkt im Strandrestaurant wunderbar essen. Ich empfehle die Pasta mit frischen Artischocken und sonnengereiften Tomaten. Ca. 12 Euro.

Die Strecke habe ich in meiner interaktiven Weltkarte eingezeichnet, einfach ranzoomen.

Ligurien für aktive Entdecker: Mountainbiken in Finale Ligure

Ligurien für aktive Entdecker

Finale Ligure gilt als das Eldorado für Rad- und Mountainbikefahrer, ob Crossroad, Downhill oder Freeride – hier wird jeder Biker glücklich. Hier gibt es extra Bike-Hotels, die für Radfahrer ausgerichtet sind und geführte Touren anbieten und/oder Räder verleihen. Ich leihe mir in Finalborgo ein E-Mountainbike aus und fahre damit durch die herrliche Landschaft in und um Finale Ligure. Vorbei an Zitronenbäumen, Olivenhainen geht es die Berge hinauf – dank E-Bike kein Problem für mich. Unterwegs besichtige ich das alte Castelo Gavone aus dem 13. Jahrhundert. Besonders der dreieckige Turm Torre del Diamante sticht aus den Ruinen der Burg hervor. Guide Fabrizio erzählt sämtliche Geschichten über die Burg, doch hieroben weht grade ein ziemlich frischer Wind. Mich drängt es wieder aufs Rad.

Ligurien für aktive Entdecker

 Übernachten in Finalborgo u. Radverleih: Bike-Hotel Florenz
Essen: Finalborgo: Ai Cuattru Canti traditionelle Nusspasta
Tipp: Besichtigung des Castel Gavone

 

Ligurien für aktive Entdecker: Wandern im Nationalpark Beigua

Der Nationalpark Beigua ist der größte Nationalpark Liguriens und gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Er verbindet Mare und Monti, Berge und Küste perfekt, denn er erstreckt sich von der Riviera Ligure z.B. bei Varazze bis in die Bergkämme des Apennin. Der höchste Berg, der Monte Beigua, liegt auf 1.287 Metern, insgesamt 26 Kilometer lang sind die Bergkämme, von denen man fantastische Ausblicke auf die Küste der Riviera werfen kann. Ich starte im idyllischen Bergdorf Sassello, im Nationalparkzentrum. Das ist übrigens der Ort, von dem die berühmten Amaretti kommen. Die gibt es hier in allen möglichen Geschmacksrichtungen zu kaufen. Im Besucherzentrum in der Ortsmitte kann man sich nicht nur über Wanderweg informieren, sondern erhält im Museum auch einen Einblick in den Geopark. Z.B. wurden hier versteinerte Korallenriffe gefunden, was darauf hindeutet, das die Region einmal Meeresboden gewesen sein muss. Teilweise fand man die Überreste der Vorzeit auch noch am Grunde des Meeres bei Varazze. Im Nationalpark selbst werden viele Pflanzen- und Tierarten geschützt, hier sind Wölfe, Adler, und diverse andere Vogelarten heimisch und an den Küsten vor Varazze schwimmen gelegentlich sogar Wale vorbei. Landschaftlich ist der Nationalpark Beigua sehr abwechslungsreich: von Sumpfgebieten zu Waldgebiet und Hochalmen findet man hier alles. Vorausgesetzt das Wetter ist gut. Dann hat man auch eine wunderbare Aussicht. Leider war der Wettergott heute nicht auf meiner Seite, ich habe mir für meine Wanderung im Nationalpark einer der 5 Tage des Jahres rausgesucht, in denen es in Ligurien kalt und neblig ist. Während an der Küste unten in Varazze die Sonne schien, ist hier oben auf den Gebirgsketten kalt und die Sicht beschränkt sich auf keine 5 Meter. Dafür entdecke ich einen Salamander, habe ich auch nie in freier Wildbahn gesehen und ganz ehrlich: die Nebelbilder von den Feuchtbiotopen haben auch etwas sehr Stimmungsvolles an sich.

 IIIInfos zu Wanderrundwegen gibt es im Besucherzentrum in Sasello.
urige Berghütte für die Einkehr: Pratorotondo http://www.rifugiopratorotondo.it
Spezalitäten, die man in Sassello probieren sollte: Amaretto und Cappuccino gegenüber vom Besucherzentrum. Das Gebiet ist für seine Pilze bekannt

Noch mehr Tipps für aktive Entdecker in Ligurien

Wer noch mehr Aktivitäten sucht, der kann sich beim Klettern austoben. In Ligurien gibt es tolle Klettergebiete. Im Sommer locken natürlich auch Wassersportaktivitäten auf dem Meer. Schöne Strände gibt es an der Blumenriviera, der Palmenriviera und z.B. auch in Varrazze, was zur Palmenriviera gehört.

Habt ihr jetzt Lust bekommen auf ein bisschen aktives Erleben in einzigartigen Naturkulissen? ich hoffe es sehr, denn je mehr ich davon bekomme, desto mehr möchte ich sehen. Mich macht es total frei und glücklich wenn ich aktiv in der Natur sein kann und meine Umgebung mit allen Sinnen wahrnehmen kann. Außerdem tut die körperliche Betätigung gut und somit kann man ganz ohne schlechtes Gewissen Pasta, Gelato und Amaretti probieren. Für die Genießer unter euch, habe ich auch noch ein paar Tipps parat. Kommt demnächst.

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Vielen Dank an Torismo Liguria für die Einladung zu dieser Recherchereise Ligurien für aktive Entdecker.