Von Caesarea aus fahren wir weiter entlang der Mittelmeerküste in Israel über Haifa bis nach Akko. Nach nur 40 Kilometern (ca. 40 Minuten) Fahrt erreichen wir Haifa, nach Tel Aviv und Jerusalem die drittgrößte Stadt Israels. Von Haifa geht die halbstündige Fahrt später weiter in die Kreuzfahrerstadt Akko. Sie befindet sich nur 25 Kilometer weiter nördlich von Haifa und ist einen Abstecher wert.

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Von Haifa nach Akko: Die hängenden Gärten der Bahai in Haifa

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Die hängenden Gärten der Bahai

Zwischen Caesarea und Akko liegt Haifa als drittgrößte Stadt Israels an der Mittelmeerküste. Für uns ist die Stadt nur ein kurzer Zwischenstopp, um die bedeutendste Sehenswürdigkeit Haifas anzuschauen: die hängenden Gärten der Bahai, die als achtes Weltwunder gelten sollen und zumindest zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Wir fahren zunächst die Panoramastraße auf der Louis Promenade am Carmel Berg hinauf, von dem aus wir eine tolle Sicht über Haifa und den Hafen am Mittelmeer haben. Der Carmel Berg wurde übrigens im Alten Testament im Buch Jessaja erwähnt als “Berg des Herrn”, zu dem “alle Völker herbeiströmen werden”. Ein Stückweit scheint diese Prophezeiung wahr geworden zu sein.

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Jedenfalls erstrecken sich hier zu unseren Füßen die Hängenden Gärten der Bahai – eine Gartenanlage, die sich terrassenförmig an den Carmel Berg schmiegt. Sie gilt als bedeutendstes religiöses Zentrum der Bahai-Anhänger, einer Religion mit persischen Wurzeln, daher erinnert die Gartenanlage auch an persische Gärten. In der Mitte ist mit dem Bab-Schrein, einem Mausoleum des Religionsbegründers, das religiöse Zentrum. Insgesamt besteht die gepflegte Anlage aus 19 Terrassen, die allerdings erst im Jahr 2001 füar 250 Millionen US-Dollar errichtet wurden. Unterhalb der hängenden Gärten befindet sich übrigens die deutsche Kolonie, die christliche Deutsche einst gründeten. Unsere Fahrt geht weiter in Richtung Akko, der letzten Station an der israelischen Mittelmeerküste.

Akko – von Kreuzrittern und Felsenspringern

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„Wer Akko erobert, erobert die Welt“, soll Napoleon 1799 gesagt haben als er versuchte, die Stadt einzunehmen. Und schon Franz von Assisi fand die strategische Lage von Akko so interessant, das er 1299 ein Franziskanerkloster errichten ließ, das bis heute noch steht. Akko wurde schon im 3. Jahrhundert vor Christus besiedelt. Zunächst von Herodes terroriesiert, dann von Julius Cäsar und Alexander dem Großen besetzt. Apostel Paulus brachte die christlichen Gebote in die Stadt. Wie auch schon in Caesarea machten sich im Mittelalter die Kreuzritter im Namen des Christentums an die Städte Vorderasiens heran und besiedelten sie nach ihrer Eroberung. Akko gilt als besonders herausragendes Zeugnis der Kreuzritterrzeit, denn unter der Stadt haben die Kreuzritter ein gewölbeartiges Netz aus Gassen und Straßen angelegt, die hierzulande ihresgleichen sucht. Daher wurde die Altstadt 2001 auch zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Später eroberten die Araber und Osmanen sowohl Caesarea als auch Akko. Und so ist Akko auch heute vor allem durch arabische Einflüsse geprägt.

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Wir schlendern durch das Gassengewirr, durch die unterirdischen Kreuzgänge. Mich überkommt eine Gänsehaut, weil die Gänge gespenstisch wirken, kein Wunder, Yair, unser Guide erzählt eine Minute später, dass hier mal ein Gefängnis war. Es ist unheimlich hier. Viel interessanter scheint mir das Gewirr auf den Gassen, in den Souks und am mediterranen Hafen. Hier könnte ich ewig einfach nur schauen. Zwei kleine Jungs spielen mit einem Granatapfel Fußball. In Akko leben Araber und Juden nebeneinander her. Aber die Araber dominieren das Stadtbild.

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Im Abendlicht erstrahlen die alten Stadtmauern von Akko wie golden über dem Mittelmeer. Ein paar Jungs beweisen ihren Mut, in dem sie von den Stadtmauern hinunter ins Meer springen. Am schönsten ist das Abendlicht aber bei einem Glas Wein von den Restaurants über dem Hafen. Das Fischrestaurant „Uri Buri“ gilt übrigens als eines der besten Restaurants von Israel. Der Koch spricht deutsch und serviert nur was ihm selbst auch schmeckt.

Akko war die letzte Stadtion an der Mittelmeerküste in Israel. Morgen geht es weiter hinein ins Landesinnere an den See Genezareth. Doch diese Geschichte erzähle ich ein anderes Mal.

 

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Vielen Dank an das Israelische Tourismusministerium für die Einladung nach Israel, Haifa und Akko.

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