Attraktionen in Kopenhagen: Ein Stadtspaziergang

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Die kleine Meerjungfrau im Hafenbecken von Kopenhagen. Die Bronzefigur aus dem gleichnamigen Märchen von Hans C. Andersen ist das berühmteste Wahrzeichen der Stadt

Traurig und wehmütig blickt sie drein und sitzt auf ihrem Felsbrocken im Hafenbecken von Kopenhagen: Die kleine Meerjungfrau – das Wahrzeichen von Kopenhagen. Anstatt mit dem hübschen Königssohn, in den sie sich unsterblich verguckt hatte, fristet sie hier nun einsam ihr Dasein. Was muss sie nicht alles über sich ergehen lassen? Den gaffenden Blicken der Touristen aus aller Welt ist sie ausgesetzt, sie muss sich betatschen lassen, unsittlich berühren lassen, ja sogar verstümmelt wurde sie schon einige Male: Erst hat man ihr den Kopf abgesägt, dann den rechten Arm, dann wurde sie ganz in die Luft gesprengt und einmal mit Farbe beschmiert, sogar eine Burka, soll man ihr umgelegt haben. Arme kleine Meerjungfrau, die Realität ist genauso grausam wie das Märchen von dem dänischen Märchenerzähler Hans Christian Andersen, einem berühmten Sohn der Stadt, dem man dieses Denkmal an einem nicht sehr attrraktiven Hafenort gewidmet hat. Modell für die Bronzestatue war eine ehemalige Ballettänzerin. Doch alle feindlichen Attacken hat die kleine Meerjungfrau überlebt, schließlich ist sie ein unsterbliches Fabelwesen, seelenlos schwirrt sie durch alle Zeiten und hat mittlerweile schon 101 Jahre auf ihrem Bronzebuckel und immer noch hat sie nichts von ihrer melancholischen Schönheit verloren, noch immer ist sie die Hauptattraktion von Kopenhagen.

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Auch der Märchenerzähler und Schöpfer der Kleinen Meerjungfrau – Hans C. Andersen ist in Bronze am Rathausplatz von Kopenhagen verewigt

Doch Kopenhagen hat noch viele andere Attraktionen, denn die Schöne im Norden, die Perle der Ostsee oder wie auch immer man die dänische Hauptstadt nennen mag, verzaubert ihre Besucher auf vielfältige Weise. Ich lasse mich wie immer durch die mir unbekannte Stadt treiben, ohne Plan und ohne Absichten, einfach nur mit offenen Augen gehen, Stimmen, fremde Worte aufsaugen und mich von den bunten Farben verzaubern lassen.

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Das Rathaus von Kopenhagen

Ich passiere den Rathausplatz mit seinem eindrucksvollen Rathaus und schlendere durch die Haupteinkaufsstraße immer weiter hinein in die Stadt.

Kopenhagen Nyhavn:

Der Nyhavn in Kopenhagen – das ist gemalte Poesie, die Wirklichkeit geworden ist!

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Doch egal welche Straße ich auch einschlage, ich kann mir nicht helfen, irgendwie zieht es mich immer an den Nyhavn. Natürlich ist auch der Nyhavn eine Hauptattraktion von Dänemark. Doch wo könnte Kopenhagen malerischer sein als hier? Selbstverständlich brauche auch ich eines der typischen Touristenfotos von den bunten alten Häuserfassaden, von den schicken alten Segelyachten. Ich liebe Segelboote, ich liebe die See und wo könnte es mir in dieser Stadt dann besser gefallen als hier an diesem malerischen Ort? Ich brauche keine Streetartgritzelein und keine abgefuckten Hinterhöfe, wenn ich als Touri durch eine Stadt schlendere, nein, ich brauche eine Welt, die mich in Träumerein versinken lässt.  Und Nyhavn – das ist gemalte Poesie, die zur Wirklichkeit geworden ist. Für mich ist es also genau der richtige Ort hier. Ich setze mich in eines der Restaurants, für Mittagessen ist es noch zu früh, aber einen Kaffee mit einem Apfelkuchen den gönne ich mir und die Preise sind hier absolut in Ordnung. Die Inneneinrichtung erinnert an eine typisch alte Hafenkneipe, ein Ort, in dem einst Seemänner einkehrten, das erste Bier nach Tage auf der See tranken und sich dann von einem  Freudenmädchen  bedienen ließen. 1660 wurde das Hafenbecken angelegt und nach und nach kamen die bunten Häuserfassaden dazu. Die Kneipen trugen die Namen ferner Orte, wie Hongkong oder Kap Horn, Orte der Sehnsucht für Seemänner, Segelschiffe und Expeditionen. In einem der Häuser am Nyhavn wohnte auch der Märchenerzähler Hans C. Andersen.

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Nach der Kaffeepause tue ich es den Kopenhagener gleich: Ich setze mich für eine Weile an die Kaimauern, zwischen Segelboote und genieße die Atmosphäre und das Flair. Unter den jungen Dänen ist es absolut Trend sich hier herzusetzen, die Füße über die Mauern baumeln zu lassen und selbstmitgebrachte Snacks zu essen. Why not? Das Leben könnte schlechter sein.

Attraktionen Kopenhagen: Schloß Amalienborg

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Schloß Amalienborg in Kopenhagen

Später schlendere ich  weiter zu Schloß Amalienborg, das ich schon von meiner Hafenrundfahrt aus sehen konnte. Das Schloß besteht aus vier gleichaussehenden Palais.  Das Palais Schack ist der offizielle Stadtwohnsitz von Königin Margarete. Sie scheint gerade zuhause zu sein, denn die Flagge steht. Im Palais Brockdorff wohnen dagegen das Kronprinzenpaar Frederik und Mary von Dänemark. Dass ich gerade über den Platz schlendere und den Königsleuten von Dänemark so nah bin, die ich nur aus dem Fernsehen kenne, finde ich schon etwas aufregend, vielleicht schaut Mary ja gerade aus dem Fenster? Die Dänen sind unglaublich stolz auf ihre Monarchie, für uns Deutsche irgendwie unverständlich, da wir keine Monarchie mehr haben. Im Palais Levetzau kann man die Arbeitsräume der Könige von Dänemark besichtigen und Einblicke in die dänische Monarchie und den Lebensstil bekommen. Ich war aber dennoch etwas enttäuscht von den Räumlichkeiten, alles wirkt zu schwer, zu vollgestopft mit persönlichem Kram des Königshauses. Über dem Museum wohnt Prinz Joachim und seine Frau Marie.

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Noch ein Indiz dafür, dass die Königsfamilie zuhause ist, ist die Wache vor Schloß Amalienborg

Kopenhagen: Mittagspause mit Bio Hot Dog und Hering

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Kopenhagen: Mitten in der Stadt – Haupteinkaufsstraße

Es ist jetzt Zeit für einen kleinen Mittagssnack. Und den finde ich mitten in der Einkaufsstraße in Kopenhagen an einem Hot-Dog Stand. Hot Dog und ich? Ich bin kein Fan von Fastfood und eigentlich auch eher fleischlos unterwegs. Für die Dänen ist der Hot Dog sowas wie Grundnahrungsmittel. Bei DØP finde aber auch ich den richtigen Hot Dog. DØP ist nämlich der erste Hot Dog Stand von Dänemark, der auf Bio macht und nur ökologisch korrekte Zutaten verwendet. Alles Bio. Man hat die Auswahl zwischen verschiedenen Saucen und Würstel aber ich probiere die fleischlose Variante und nicht nur das, ganz dem allgemeinen veganen Trend, auch ein rein veganer Hot Dog mit Soja-Würstchen. Der Hot Dog schmeckt zwar gut und macht auch kein schlechtes Gewissen, aber so ne Soja Wurst sättigt nicht lang. Da muss noch ein typisches dänisches Fischgericht mit einer Auswahl an verschiedenen Heringen und ein gutes Radler auf den Tisch. Und eine kleine Sitzpause zwischendurch ist auch nicht schlecht. Der Tipp stammt vom Hotdog-Verkäufer und befindet sich in einer Seitenstraße neben der Haupteinkaufsstraße.

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Attraktionen in Kopenhagen: Ausblick vom Runden Turm

Weiter geht es zum Runden Turm, von oben habe ich einen schönen Blick über Kopenhagen und außerdem muss ich keine Treppen steigen, weil der Aufstieg ein nach oben gewandter Gang ist. Tolle Erfindung.

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Blick über Kopenhagen vom Runden Turm aus

Attraktionen in Kopenhagen: Schloß Rosenborg

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Zum krönenden Abschluß meines Stadtrundgangs durch Kopenhagen mache ich noch einen Spaziergang durch die Gärten von Schloß Rosenborg. Ursprünglich als Lustgärten angelegt, heute tummeln sich hier junge Familien und Studenten auf den Parkwiesen zum Entspannen. Das Schloß gleicht zumindest von außen einem Märchenschloß, im Inneren kann man die Kronjuwelen besichtigen, was ich allerdings nicht tue. Viel lieber genieße ich noch ein bisschen die herrliche Sonne und den blauen Himmel über Kopenhagen, bevor ich heimfliegen muss.

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Schloß Rosenborg in Kopenhagen – Sommerresidenz von Königin Margarete

Meine Premiere in Skandinavien hätte nicht besser sein können: Schön war es in Kopenhagen!

Infos zu deinem Besuch in Kopenagen:

Ich habe im schönen Design-Hotel übernachtet. Hotels in Kopenhagen findest du hier:
Hotels in Kopenhagen finden*

Touren, Sightseeing & Ausflüge in und rund um Kopenhagen findest du hier*

 

Mehr Reiseberichte über Kopenhagen gibt es hier:

Wer mehr über den Bio-Hot Dog Stand erfahren will, der schaut mal bei meinem Kollgen Gerhard von andersreisen rein, er hat tolle Bilder und sehr viel Infos zur gesunden Wurst! Außerdem verdanke ich ihm die Verkostung der Bio-Wurst.

Vielen Dank an Visit Denmark, Visit Copenhagen und DFDS Seaways für die Unterstützung dieser Reise.

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