Zum Weltfrauentag: Frauen dieser Welt – ihr seid so schön

Jedes Jahr am 8. März findet der Internationale Weltfrauentag statt. Es ist ein Gedenktag, der von den Vereinten Nationen als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden ins Leben gerufen wurde. Jedes Jahr soll er auf Ungerechtigkeiten an Frauen weltweit aufmerksam machen und sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen stark machen. Er zeigt bis heute, wie Frauen sich erst ihre Rechte erkämpfen mussten und das dies nicht immer einfach war und ist. Entstanden ist der Weltfrauentag ursprünglich aus einer Inititative von Frauen, die sich im Ersten Weltkrieg für das Frauenwahlrecht eingesetzt haben. In Deutschland haben Frauen z.B. für verbesserte Arbeitsbedingungen gekämpft, für eine regelmässige Schulspeisung und für den legalen Schwangerschaftsabbruch. Noch immer sind Frauen in der Arbeitswelt benachteiligt und weltweit sind es meist Frauen die Opfer von Gewalt und Missbrauch werden, deren Freiheit und Rechte massiv eingeschränkt sind und die weniger Chancen auf Bildung haben. Mit diesem Beitrag möchte ich weniger auf politische Missstände eingehen, sondern vielmehr die Vielfalt der Frauen weltweit zeigen, ihre Schönheit, ihre Traditionen, ihre Lebenswelten.

Ich möchte heute mit diesem Beitrag Frauen zeigen, die mir auf meinen Reisen begegnet sind, Frauen, die mir in Erinnerung geblieben sind. Meine Lieblingsfotos von Frauen weltweit zum Internationalen Weltfrauentag:

Zum Weltfrauentag: Dusche im Wasserfall in der Wüste Ein Gedi in Israel

In der israelischen Wüstenoase Ein Gedi ist mir 2015 dieser Schnappschuss gelungen. Eine Mädchenklasse nutzte einen Wasserall in der heißen Wüstenoase aus, um darin eine abkühlende Dusche zu nehmen. Mitsamt der Kleidung stellten die Mädchen sich unter das kühle Nass und hatten so eine erfrischende Freude daran. Ich denke man sieht es im strahlenden Lachen dieser jungen Frau wie glücklich sie in diesem Moment ist. Das Bild ist eines meiner Lieblingsfotos, weil es die ungezwungene Freude zeigt, die in dem Moment liegt. Es drückt eine Art Freiheit und Lebenslust aus und das habe ich selten bei Muslima im Kopftuch und langen Kleidern gesehen. Mein Lieblingsbild für den Weltfrauentag!

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Zum Weltfrauentag: die schönen blonden Frauen Norwegens

In Oslo habe ich den Nationalfeiertag Norwegens miterlebt. Alle Frauen zogen ihre traditionellen Trachten an und feierten in der ganzen Stadt. Selbst Mette-Marit, die Kronprinzessin von Norwegen verfolgte die Parade in Tracht vom königlichen Schloss in Oslo aus und zeigte sich so dem Volk. Die Frauen in Norwegen sind häufig groß, schlank und sehr blond und in ihrer Tracht sehen sie noch schöner aus als sonst.

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Zum Weltfrauentag: Massai Frauen in einem Massai-Dorf in Tansania

Die Massai sind ein stolzes Nomadenvolk in Afrika. Das Volk pflegt seine Traditionen bis heute. 2016 habe ich dieses Massai-Dorf in Tansania besucht und besonders die Frauen haben mich fasziniert. Sie schmücken sich mit großen Halsreifen und Ketten aus Perlen. Ihre Ohrläppchen sind durchstochen und auch hier hängt Perlenschmuck. Traditionell sind sie in rote oder blaue Umhänge gekleidet. Massai Frauen leben in traditionellen Boma, das sind runden Lehmhütten mit Strohdach. Das Nomadenvolk lebt von ihren Rinder- oder Ziegenherden und ist stolz auf die alten Traditionen. Ein Massai Mann kann mehere Frauen heiraten. Die weibliche Geniatalverstümmelung war bei den Massai früher gängige Praxis, heute ist sie offiziell verboten. Zum Weltfrauentag erinnere ich an die Beschneidung und hoffe, dass dieses grausame Ritual endgültig aus den Köpfen der Menschen verbannt wird, denn noch immer gilt eine Frau in vielen Regionen der Welt als unrein, wenn sie nicht beschnitten ist und ihre Chancen auf dem Heiratsmarkt sinken. Den Massai-Mädchen in Tansania wünsche ich eine bessere Bildung.

Massai Dorf in der Serengeti

 

Zum Weltfrauentag: Die Langhalsfrauen der Karen Bergvölker in Nordthailand

Während meiner Thailandreise Anfang des Jahres habe ich auch ein Dorf der Langhalsfrauen des Karen Bergvolkes im Norden von Thailand bei Chiang Rai besucht. Viele der Karen stammen ursprünglich aus Myanmar und kamen als Flüchtlinge nach Nordthailand. Die Langhalsfrauen legen sich schon im frühen Kindesalter schwere Messingringe um den Hals. Im Lauf der Jahre kommen immer wieder neue Ringe oder Ringspiralen dazu, so dass der Hals optisch gestreckt wird und so der Name „Langhalsfrauen“ oder auch „Giraffenhalsfrauen“ entstand. Die Frauen der Karen gelten in Thailand als Attraktion für Touristen. Die traurige Wahrheit ist, dass sie in Armut leben und wie Tiere im Zoo zur Schau gestellt werden. Zum Weltfrauentag wünsche ich den Langhalsfrauen in Thailand die Freiheit selbst entscheiden zu können, ob sie die Ringe tragen oder am gesellschaftlichen Leben partizipieren wollen. Auch ihnen steht das Recht auf Freiheit und Bildung zu.

Karen Langhalsfrauen bei Chiang Rai

Zum Weltfrauentag: Besuch bei den Maya Frauen in Mexiko

In Mexiko habe ich in der Nähe von Chichtzén Itzà ein Maya-Dorf in Santa Elena besucht. Traditionell kleiden sich Maya-Frauen in weißen selbst bestickten Kleidern. Diese ältere Frau, Donna Anna, backt Maisfladen, die übrigens köstlich geschmeckt haben. Ursprünglich lebten die Maya in solch einfachen Strohhütten. Sie schlafen in selbstgemachten Hängematten aus Sisal. Donna Anna und ihr Ehemann Don Ernesto leben seit 40 Jahren zusammen und haben 6 Kinder in der Sisalhängematte gezeugt.

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Zum Weltfrauentag: Tradition in der Schweiz

Natalie Jöriman ist die Wirtin vom Valcaus – einer urigen Hütte im Prättigau in Graubünden in der Schweiz. Ihren Gästen jodelt sie immer gerne was vor und spielt dabei die Ziehharmonika. Natalie ist ein echtes Urgestein und ein Garant für gute Laune auf dem Berg. Im Prättigau werden Traditionen bis heute gewahrt. Auch die jungen Mädchen im Dorf nehmen dran teil, zum Beispiel beim jährlichen Alpsektakel, wenn das Vieh von den Bergalmen zurück ins Dorf getrieben wird.

Mit dem Tretroller vom Valcaus nach Seewis

Natalie jodelt ihren Gästen gern was vor

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Weltfrauentag: Tel Aviv – junge Schuhdesignerin

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Maya Levi ist eine junge Schuhdesignerin in Tel Aviv. In ihrer Boutique hat sie mir ihre eigenen Kreationen gezeigt, die wirklich schick sind, aber für mich zu teuer. Maya ist ein Beispiel für eine junge Frau, die mit Kreativität und mutigem Unternehmertum erfolgreich mit ihrem kleinen Start-up ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich wünsche allen Frauen dieser Welt, dass sie ihren persönlichen Weg zu einem selbstbetimmten und glücklichen Leben finden, dass sie in Frieden und Freiheit leben können, dass die Politik sich weltweit für ihre Rechte stark macht, dass Gleichberechtigung von Mann und Frau ein Grundrecht wird. Außerdem wünsche ich mir, dass Frauen auch weiterhin dass sein können was sie sind: Frauen, die sich gerne schöne Kleider anziehen, Kinder großziehen, Freundschaften pflegen und sich für den Weltfrieden stark machen. Lasst es euch heute gut gehen!

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