Es ist eine seltsame Spannung als wir das Eingangstor zum Serengeti Nationalpark passieren, denn wir wissen, es wird der Höhepunkt unserer Tansania Reise sein. Schon viel haben wir gehört über den einzigartigen Nationalpark, der alle Wunder der Natur vereint. Endlose Weite breitet sich vor meinen Augen aus, Grassteppe bis zum Horizont. Wir fahren und fahren auf der holprigen Straße, strecken die Köpfe zum Dach hinaus und spähen über die Weite. Der Fahrtwind weht mir durch die Haare, während ich die Gegend nach Tieren absuche. Fast schon sind wir enttäuscht, weil nach meilenweiter Fahrt kein einziges Tier vor uns auftaucht. Sind wir vom Tarangire Nationalpark, in dem wir soviele Tiere erspäht haben, schon verwöhnt?

Safari in der Serengeti Nationalpark

Doch dann sehen wir andere Jeeps mit ausgelassenem Motor zwischen den Grasweiten stehen. Hier muss sich was spannendes verbergen. Und dann erspähen wir ihn: den Geparden, wie er an einem Wasserloch trinkt. Sein graziler Körper ragt aus dem Gras heraus, das fast die gleiche Farbe wie sein Fell hat. Die perfekte Tarnung. Immer wenn er ein Geräusch hört schreckt er hoch, spitzt die Ohren, trinkt weiter. Als er keine Gefahr für sich wittert  läuft er in unsere Richtung als wüsste er, er müsse sich jetzt vor unseren Kameras positionieren wie ein Topmodel. Er schreitet tatsächlich ganz unerschrocken zwischen zwei parkenden Jeeps hindurch. Fast könnte man meinen, die Safarianbieter hätten diese Szene inszeniert, für die Touristen, die nur darauf lauern, dass eben so was geschieht. Dem schnellsten Tier der Erde, das in 3 Sekunden auf bis zu 120 km/h beschleunigen kann, sieht man an, welch Jäger der Savanne er ist.

Geparden in der Serengeti

Safari in der Serengeti Nationalpark

Der Gepard gilt als das schnellste Tier der Welt. Innerhalb von 3 Sekunden kann er auf bis zu 120 km/h beschleunigen. Er jagt vorzugsweise Antilopen.

Elefanten in der Serengeti

Safari in der Serengeti Nationalpark

Wenig später sehen wir eine Elefantenherde wie sie langsam über die endlose Weite schreitet. Wie majestätisch diese riesigen Urtiere in dieser weiten Graslandschaft der Serengeti wirken. Wie stolz sie aussehen mit ihren weiß blitzenden Stoßzähnen. Auch wenn die Herden hier in der Serengeti weit kleiner sind als im Tarangire Nationalpark sehen diese majestätischen Riesen hier in der endlosen Grassteppe der Serengeti wie auf einem dieser grandiosen Fotos aus, das ich bisher nur von den Medien kannte. Die meiste Zeit ihres 16-Stunden Tags verbringen sie mit fressen von Gras, das sie mit ihrem Rüssel in ihr Maul stopfen. 120 Kilo am Tag frisst ein ausgewachsener Elefant.

Safari in der Serengeti Nationalpark

Der Elefant gilt als das größte Säugetier der Erde. Er ist 16 Stunden am Tag damit beschäftigt Gras zu fressen. Angeführt wird er immer von der ältesten Elefantenkuh. Männliche Elefanten sind Einzelgänger und schließen sich nur zur Paarungszeit einer Herde an. Die kleinen Elefanten werden von ihrer Mutter, ihren Tanten und Schwestern großgezogen. Diese helfen auch bei der Geburt mit. Elefanten werden bis zu 60 Jahre und bleiben solange immer in ihrer Herde zusammen. Sie verständigen sich gegenseitig mit Rufen

Safari in der Serengeti Nationalpark

Die Weite der Serengeti ist unbeschreiblich schön. Wir fahren an einem Leberwurstbaum vorbei, dessen Früchte herab hängen und mitten in den Sonnenuntergang hinein. Nie hätte ich gedacht, dass ein Sonnenuntergang in Afrika tatsächlich so aussehen kann, wie er aussieht. Die goldene Sonne steht wie ein riesiger Ball am Himmel. Als würde der Himmel bluten, so rot ist er und so dunkel die Nacht nur wenige Minuten später. Um sechs müssen wir aus dem Park draußen sein, sonst wird eine Strafe fällig. Wir müssen trotzdem überziehen, weil unser Partner-Fahrer Goodluck in einem Schlammloch stecken geblieben ist.

Safari in der Serengeti Nationalpark

Ein Leberwurstbaum in der Serengeti, er heißt so, weil seine Früchte aussehen wie herabhängende Leberwürste.

Die Nacht über verbringen wir im Ikoma Wild Camp am Rande des Nationalparks der Serengeti. In der Nacht zogen Gnus und Zebra durch das Camp, das Brüllen der Hyänen war mein Weckruf am frühen Morgen. Einst gehörte die Serengeti den Tieren und den Massai, doch weil die Tiere zunehmend vom Aussterben bedroht sind, schützt man die Serengeti als Nationalpark und auch als UNESCO Weltnaturerbe. Die Serengeti ist wohl der berühmteste Nationalpark der Welt. Bernhard Grzimek, der ehemalige Direktor des Frankfurter Zoos, hat die Serengeti weltberühmt gemacht. Wir fahren an seinem Büro im Nationalpark vorbei, von hier aus hat er die Tierwelt Afrikas erforscht, mit einem getarnten Auto hat er versucht so nah heran zu kommen, wie wir heute. Sein Dokumentarfilm „Die Serengeti darf nicht sterben“ ist bis heute der bekannteste Film über die endlose Ebene. Die Massai müssen heute draußen bleiben obwohl sie nie wilde Tiere gejagt haben. Ihre Endlose Ebene, wie die Serengeti in ihrer Sprache heißt, gehört heute nur noch den Tieren und den Touristen.

Safari in der Serengeti Nationalpark

Die Farben Afrikas sind so intensiv. Ein typisches Bild das man im Sinne hat, wenn man an Afrika denkt, ereignet sich wenn man zum Sonnenuntergang in der Serengeti ist. Wir fahren hier gerade ins Camp als wir diesen tollen Akazienbaum mit der goldenen Sonne und dem glutroten Himmel sehen. Wenige Minuten darauf ist es schon stockdunkel. Die Dämmerung dauert nur sehr kurz an.

Am Hippo-Pool in der Serengeti

Safari in der Serengeti Nationalpark

Bis zu 200 Flusspferde tummeln sich am Hippo-Pool in der Serengeti. Dieses Neugeborene ist erst wenige Tage alt.

Am nächsten Morgen geht es früh auf zur nächsten Pirschfahrt. Nachdem wir ein paar Gnus bei ihrer großen Wanderung in die Massai Mara verfolgt haben, machen wir uns wieder auf in den Serengeti Nationalpark. Unser erstes Ziel hier sollte heute morgen der Hippopool sein. Bis zu 200 Flusspferde quetschen sich hier eng aneinander gekuschelt in einen Tümpel. Leider ist ihr Besuch mit einem fürchterlichen Gestank verbunden, weil sie es vorziehen in ihrer Kacke zu baden. Den ganzen Tag scheinen sie fast regungslos im stinkenden Wasser zu liegen und herumzugrunzen, um dann in der Nacht ihren Tümpel zu verlassen und Gras zu fressen. In der Trockenzeit müssen sie dafür einige Kilometer wandern, um ausreichend Nahrung zu finden.

Einige Flusspferde haben blutige Narben auf dem Buckel, das kommt von ihren Kämpfen, die sie nachts miteinander ausfechten und ihre Zähne als Waffen einsetzen. Was tagsüber so friedlich wirkt, soll des nachts in aggressive Stimmung umschlagen. Nilpferde sollen als die gefährlichsten Tiere Afrikas gelten, kaum zu glauben, aber sie töten mehr Menschen als alle anderen Tiere und sind äußerst aggressiv. Vielleicht liegt es an ihrem schweren unförmigen Körper, der sie so wild macht, vielleicht an ihrer dünnen Haut, die sie im Wasser vor der Sonne schützen müssen. Neben den Nilpferden liegen hier auch Nilkrokodile herum, genauso am Gähnen wie die schwerfälligen Hippos.

Safari in der Serengeti Nationalpark

Auch Nilkrokodile sonnen sich am Hippo-Pool in der Serengeti. Mit dem aufgerissenen Maul regulieren sie ihre Körpertemperatur. Krokodile können hier bis zu 6 Meter lang werden und 1000 Kilo schwer. Sie lauern auf Gnus, Zebras und Antilopen, die an der Wasserstelle ihren Durst stillen wollen. Sie schleichen sich langsam an und greifen blitzschnell zu, drücken ihre Beute unter Wasser und ertränken sie.

Nach dieser Vorstellung fahren wir weiter, vorbei an Tümpeln, an denen wir Wasservögel sehen. Die Landschaft wechselt ab, zwischen Grassavanne, Akazienwäldern und Steppe. Manchmal ist das Gras abgebrannt, damit neues nachwachsen kann. Überall weiden Gazellen, Zebras und Gnus. In den Wiesen entdecke ich immer wieder einen skeletierten Schädel mit Hörnern – die letzten Überbleibsel, die selbst die Aasgeier und Hyänen nicht verwerten konnten. Die letzten Überreste, die mir deutlich vor Augen halten, wie sehr das Leben hier in einem steten Kreislauf aus Geburt, Überlebenskampf, Sterben und Gefressenwerden besteht.

Vögel in der Serengeti

Safari in der Serengeti Nationalpark

Die Vogelwelt Afrikas ist genauso beachtenswert wie die großen Tiere, denn es gibt soviele wunderschöne bunte Vögel hier: Kraniche, Störche, kleine, große und natürlich sehr große:

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Der Vogel Strauß ist der größte Vogel der Erde. Fliegen kann er zwar nicht, dafür mit den langen Beinen ziemlich schnell über die Steppe rennen. Bis zu 70 km/h schafft er schon mal, falls ihm ein Löwe auf den Fersen ist. Ein Männchen wird bis zu 2,50 Meter hoch und wiegt 135 Kilo.

Safari in der Serengeti Nationalpark

Und es gibt natürlich auch Aasgeier, die nur darauf warten, bis ein Raubtier eine Antilope oder ein Gnu reißt. Dann sind sie sofort zur Stelle….

Lunchpause in der Serengeti – mitten in der Wildnis

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Mittags erreichen wir das Ikoma Tented Camp mitten in der Serengeti. Es ist ein Partner-Camp des Ikoma Wild Camps, hier kann man mitten in der Wildnis in Zelten übernachten – leider konnten wir das nicht, weil wir im Ikoma Wild Camp untergebracht waren. Hier draußen muss die Wildnis noch spürbar näher sein. Wir machen hier unsere Mittagspause, es gibt leckere Spaghetti und Salat und dazu ein Serengeti Bier – für mich könnte das Leben grade nicht besser sein. Es ist herrlich hier draußen zu sein und in die Weite zu blicken, um mich herum grasende Zebras, Gnus und Antilopen. Ein riesiger Garten Eden, den es sonst so nirgendwo auf der Welt gibt.

Ein von Nicole (@unterwegsunddaheim) gepostetes Foto am Ein von Nicole (@unterwegsunddah

Nach der Mittagspause fahren wir weiter. Wir setzen unseren Fahrer Iddy jetzt mächtig unter Druck, denn noch immer haben wir die Big 5 nicht alle gesehen: es fehlen uns noch Nasshörner, männliche Löwen und Büffel. Iddy weiß, dass er sich jetzt mächtig ins Zeug legen muss, um uns Nasshörner zu präsentieren. Aber daraus wird erstmal nix, stattdessen schleicht eine Schwarze Mamba vor unserem Jeep über die Straße und verkriecht sich im Gras. Ich mit meiner Schlangenphobie sehe sie sofort und verharre in Schockstarre. Sie ist die giftigste Schlange der Serengeti.  Als dann aber auch noch eine 2 Meter lange Python  breit über der Straße liegt und sich sonnt, zücke ich mal meine Kamera, lösche die Bilder aber wieder, weil ich mir die unmöglich in Großaufnahme ansehen kann ohne dabei an einer Herzattacke zu sterben. Die Python will nicht weg gehen und Iddy will sie nicht überfahren, daher macht er einen Bogen um sie herum, aber sie spürt die Vibration und schlängelt sich rasend schnell zusammen und verschwindet im Gras. Ich kreische wie eine hysterische Ziege, aber ich hab nunmal diese Schlangenphobie. Iddy lacht sich kaputt als er mein erschrockenes Gesicht sieht und wie ich mich hinter dem Fahrersitz verkrieche. Von nun an erhalte ich von der Safarigruppe den Spitznamen Mamba Queen. Am Abend als ich von meiner Buschhütte ins Restaurant laufen muss und es stockdunkel ist, rase ich so schnell ich kann und komme völlig aus der Puste im Restaurant an. Was ist? fragen mich alle. Naja, ich hatte Angst einer Schlange zu begegnen.
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statt Schlangenbild, gibt`s diese majestätische Giraffe – ein wunderschönes Tier, dass in dieser endlosen Weite der Serengeti grazil dahinschreitet wie eine Königin oder ein König – was bei diesem Exemplar eher zutreffen dürfte, denn männliche Giraffen sind Einzelgänger während die Weibchen eher in der Herde auftreten. Bis zu 6 Meter hoch werden sie und selbst Raubtiere fürchten sich vor ihrer Größe und lassen sie meist in Frieden.

 

Löwen in der Serengeti

<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-version="7" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:658px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:8px;"> <div style=" background:#F8F8F8; line-height:0; margin-top:40px; padding:50.0% 0; text-align:center; width:100%;"> <div style=" background:url(data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAACwAAAAsCAMAAAApWqozAAAABGdBTUEAALGPC/xhBQAAAAFzUkdCAK7OHOkAAAAMUExURczMzPf399fX1+bm5mzY9AMAAADiSURBVDjLvZXbEsMgCES5/P8/t9FuRVCRmU73JWlzosgSIIZURCjo/ad+EQJJB4Hv8BFt+IDpQoCx1wjOSBFhh2XssxEIYn3ulI/6MNReE07UIWJEv8UEOWDS88LY97kqyTliJKKtuYBbruAyVh5wOHiXmpi5we58Ek028czwyuQdLKPG1Bkb4NnM+VeAnfHqn1k4+GPT6uGQcvu2h2OVuIf/gWUFyy8OWEpdyZSa3aVCqpVoVvzZZ2VTnn2wU8qzVjDDetO90GSy9mVLqtgYSy231MxrY6I2gGqjrTY0L8fxCxfCBbhWrsYYAAAAAElFTkSuQmCC); display:block; height:44px; margin:0 auto -44px; position:relative; top:-22px; width:44px;"></div></div><p style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px; margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/BIb0aUNA9kp/" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">Ein von Nicole (@unterwegsunddaheim) gepostetes Foto</a> am <time style=" font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px;" datetime="2016-07-29T06:04:52+00:00">28. Jul 2016 um 23:04 Uhr</time></p></div></blockquote> <script async defer src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>

Endlich ist es dann soweit. Nach langem Suchen haben wir endlich ein Rudel Löwen gefunden. Sie liegen im Schatten unter einem Baum. Ein paar Löwinnen mit ihren Kindern. Die Kleinen spielen miteinander, raufen sich, trinken bei der Mutter und die Mütter lecken ihre Kinder ab. Es ist rührend anzusehen, sie sehen wie Schmusekätzchen aus, sind aber Raubtiere. Und wir sind so nah bei ihnen, dass ich ihren Atem hätte hören können, wenn ich nicht vor Aufregung so angespannt gewesen wäre. Aber wo sind die Könige der Tiere? Ihre Männer? Männer Löwen sind Einzelgänger oder durchstreifen im Rudel die Savanne. Sie beteiligen sich nur am Fressen, das die Löwinnen für die ganze Sippe organisieren und machen sich dann wieder aus dem Staub, um ihren vollgefressenen Wanst auszuruhen. Typisch Mann.

Safari in der Serengeti Nationalpark - Löwen

Der Löwe ist die größte Raubtierkatze Afrikas. Hier haben wir ein Versteck eines Rudels gefunden. Mehrere Weibchen mit ihren Jungen im Gras. Die Jungen sind noch so klein, dass sie an der Mutter saugen. Löwinnen gehen oft gemeinsam auf Jagd, damit sind sie erfolgreicher als alleine. Im Rudel können andere Löwinnen den Nachwuchs bewachen, denn wenn er alleine ist, kann er z.B. einer Hyäne zum Opfer fallen. Die Männer stoßen zur Paarungszeit auf die Weibchen und sind ansonsten Einzelgänger oder schließen sich zu Männerrudel zusammen. Wenn sie alt sind, werden sie von einem jüngeren Konkurrenten getötet oder vertrieben und dann verhungern sie. Aber sind die kleinen nicht putzig?

Wir umkreisen den Löwenfelsen, dort wo alle Tierdokus gedreht werden, die man von der Serengeti kennt, denn Löwen klettern gerne auf Felsen um ihr Revier zu überblicken, um ihre Herrschaft über das Weite Land zu demonstrieren wie bei König der Löwen, für den dieser Fels übrigens auch Modell stand. Kopjes nennt man diese Felsen, die vereinzelt hier aus der Savanne ragen und die Graslandschaft unterbrechen, um den Raubkatzen eine Heimat zu geben. Doch anstatt Löwen erkennen wir von weiter Ferne Leoparden auf dem Felsen. Mit bloßem Auge hätten wir sie niemals gesehen, durch mein Kameraobjektiv kann ich sie ein bisschen heranzoomen, aber sie sind immer noch viel zu weit weg für mein 300er Objektiv. Es sind zwei und wir haben sie in einer heiklen Situation erwischt. Sie scheinen da oben auf ihrem Felsen, auf dem sie sich ungestört glauben, nämlich grade eine wilde Nummer zu schieben. Paarungszeit bei Leoparden, auch das ist das Wildlife der Serengeti.

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Dik Diks sind die kleinste Antilopenart der Welt. Ich finde sie mit ihren riesigen Kulleraugen einfach total süß. Sie haben ihr lebenlang immer den gleichen Partner, mit dem sie zusammenbleiben. Wenn einer stirbt, stirbt der andere meist auch.

Safari in der Serengeti Nationalpark - Löwen

Warzenschweine in der Serengeti

Leider ging hier auch der 2. Tag in der Serengeti schon wieder zu Ende und wir haben noch immer keine Nasshörner und männlichen Löwen gesehen. Aber morgen wartet ein neuer Tag in Afrikas Wildnis auf uns.  Schauen wir mal, welche Abenteuer wir noch erleben werden. Eines aber ist sicher, das hier, ist so ziemlich das Beste, was ich je erlebt habe.

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 Safari in der Serengeti Infos & Fakten
Fläche:
das Gesamte Gebiet der Serengeti umfasst 30.000 Kilometer, der geschütze Nationalpark Serengeti umfasst 14.763 Quadratkilometer. Damit ist die Serengeti der größte Nationalpark der Welt.
Lage: im Norden von Tansania, ca. 335 km von Arusha entfernt, im Westen grenzt die Ngorongoro Conservation Area an die Serengeti. Im Norden grenzt der Massai Mara Nationalpark in Kenia und im Westen der Viktorias an die Serengeti.
Besonderheiten der Serengeti:
– UNESCO Weltnaturerbe seit 1981 größter Nationalpark der Welt
– Große Tierwanderung im Juni/Juli als größtes Naturschauspiel der Welt
Tiere in der Serengeti: 1,5 Millionen Gnus Steppenzebras Gazellen und Antilopen (Thomson Gazelle, Grant Gazelle, Impalas, Dik Diks uva.) Hyänen, Schakale, Serval, Warzenschweine, Klippspringer, Wasserböcke uva. Flusspferde, Krokodile und Schlangen (Schwarze Mamba, Python) Giraffen und Geparden Big Five: Afrikanischer Elefant, Nasshorn, Büffel, Löwe und Leoparden, Vogelstrauße, 20.000 Wasservögel, 6 Geierarten, Adler, Marabu, Webervögel, Schwalben, Kraniche, uvm.
Kosten: die bloße Parkgebühr beträgt 60 $ pro Person und Tag, ohne Fahrer und Jeep. Man sollte für einen Safaritag in Tansania mit Übernachtung ca. 150 bis 300 USD einplanen.
Übernachten: Ikoma Wild Camp am Ikoma Gate (außerhalb des Nationalparks) oder im Ikoma Tented Camp innerhalb des Nationalparks. Diese Camps sind einfache Mittelklasse und kann ich empfehlen. Es gibt natürlich noch viele andere Camps in und außerhalb der Serengeti. Ich habe nur diese kennengelernt.
Beste Reisezeit: Die Serengeti kann ganzjährig besucht werden. Ich war im Juni dort, was eine der besten Reisezeiten für Tierbeobachtungen ist, da einerseits das Gras noch relativ niedrig ist und man die Tiere gut beobachten kann und andererseits ziehen im Juni/Juli die Gnu- und Zebra-Herden durch die nördliche Serengeti (Big Migration) und das lockt auch viele Raubtiere zum Futtern an.

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