Literarische Weltreise – Bücher für Menschen, die gerne reisen. Hier stelle ich euch meine Lieblingsbücher für Reisen um die ganze Welt vor. Romane und Porträts von mutigen Abenteurern, die sich auf Weltreise begeben. Historische Persönlichkeiten sind genauso in der Liste zu finden, wie z.B. moderne Geschichten aus dem Alltag – mal real, biografisch, mal literarische Fiktion. Es geht hier ums Reisen an sich, um die Entdeckung der Welt und die Lust am Lesen dabei.

Achja nochwas, ich lese gerne etwas anspruchsvollere Literatur und nicht so von den Medien gehyptes Mainstreamzeugs wie z.B. die Ländersammlerin – das  schlechteste Buch aller Zeiten (ich habe es gelesen, leider)! In dieser Liste, werdet ihr nur wirklich gute Literatur übers Reisen finden. Von mir persönlich gelesen und ausgewählt.

Viel Spaß bei der Lektüre!

 

Buchtipps: Literarische Weltreise

Abenteuer reisender Frauen: 15 Porträts

Armin Strohmeyer: 15 Porträts von mutigen Pionierinnen des Reisens. Frauen aus allen Jahrhunderten, die über alle moralischen und gesellschaftlichen Grenzen gingen, um ihren Traum von Freiheit zu leben. Außergewöhnliche Porträts, die Mut machen alles hinter sich zu lassen.

Absolute Empfehlung für alle, die immer noch zögern, große Abenteuer zu vollbringen!

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Das große Los: Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr

Meike Winnemuth: Die Journalistin Meike Winnemuth gewinnt bei Günther Jauch 500.000 Euro und begibt sich auf Weltreise. Vor ihr liegen 12 Monate, die sie in unterschiedlichen Städten verbringt. Immer in einem Apartement. Was das Reisen mit ihr macht, ob sie eine Stadt verändert und wie es sich anfühlt, plötzlich das Leben zu leben, von dem man schon immer träumte, das beschreibt Frau Winnemuth in schöner Sprache, die zum Nachdenken anregt. Wenn man das Leben als Reise versteht, dann ist es auch ein Lebensratgeber.

Top-Empfehlung für Leser und Reisende, die ihr Leben endlich leben wollen.

Buch bei Amazon: Das große Los 

 


 

Der Weltensammler
Ilja Trojanow. Sir Richard Burton reist im 19. Jahrhundert als englischer Offizier in die Kolonien, er lernt die Geheimnisse des Kamasutras in Indien kennen, konvertiert zum Islam und reist anonym nach Mekka, um dann als einer der ersten Europäer die Quellen des Nils in Afrika zu finden. Richard Burton ist eine historische Figur, er reiste wie ein Besessener, auf der Suche nach der Tiefe des Lebens und fern eines Kolonialisten der westlichen Welt.

Lese-Tipp für Abenteurer. Ein spannender Abenteuerroman für Menschen, die in andere Kulturen eintauchen wollen.

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Die Fahrt
Sibylle Berg: Eine meiner Lieblingsautorinnen schreibt über Menschen, die das Glück unterwegs, im Ausland, auf der Fahrt, und anderswo suchen. Und immer mit der Frage verbunden, warum soll ausgerechnet die Ferne das Glück bringen? Brilliant: die Sprache. Jedes Wort sitzt perfekt. Eines der besten Bücher, die ich gelesen habe.

Reiseroman oder Anleitung zum Daheimbleiben?

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The Travel Episodes: Neue Geschichten für Abenteurer, Glücksritter und Tagträumer

Wenn Reiseblogger Bücher schreiben, kommen the Travel Episodes heraus – lesenswerte, inspirierende Geschichten aus der Welt. Herausgegeben von Johannes Klaus, einem der ersten Reiseblogger, der für seine Geschichten auf seinem Blog Reisedepeschen den Grimme-Online-Preis erhalten hat. Jetzt schon in der 2. Ausgabe vorhanden. Johannes hat mir eine Ausgabe zugeschickt und die Geschichten machen direkt Lust die Welt zu erkunden. Meine Lieblingsgeschichte: Randvoll ist mein Herz der Journalistin Nadine Pungs – eine Travel Episode aus dem Iran und ein persönlicher Einblick in ein Land voller Vorurteile. The Travel Episodes sind Geschichten, wie ich sie gerne lese.

Ein Muss für alle Weltreisenden!

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Die Enden der Welt (Hochkaräter)

Roger Willemsen: Roger Willemsen, ein Intellektueller auf Weltreise. Insgesamt über 80 Länder hat er bereist, in die Enden der Welt gibt er uns ein paar Einblicke von Orten auf 5 Kontinenten. Vom Kap der guten Hoffnungen, über ein indisches Bordell, bis zum Nordpol oder Patagonien findet er seine ganz persönlichen Enden der Welt, erzählt von Menschen, Schicksalen, dem Ende des Lebens oder einer Beziehung am geographischen Endpunkt. Mir war die Sprache etwas zu schwülstig, die Vergleiche teilweise zu lächerlich. Und ich lese nicht so gerne Kurzgeschichten. Aber viele mögens wohl. Im Großen und Ganzen ok.

Für philosophische Weltenbummler.

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Atlas eines ängstlichen Mannes

Christoph Ransmayr: „Ich sah…“ so beginnt jedes der 70 Kapitel des Buches, das aus einem anderen Land dieser Erde erzählt. Von den entlegensten Orten und von eindrucksvollen Begegnungen. Kein Reiseroman in dem Sinne, sondern stille Beobachtungen des Lebens, Geschichten aus der Welt, mit einer tiefsinnigen Feinfühligkeit erzählt. Ein bisschen ging es mir wie in die Enden der Welt von Willemsen. Ich mag keine kurzen Episoden mit nie zu Ende erzählten Geschichten. Das Buch hat aber gute Rezessionen bei Amazon erhalten.

Für feinfühlige Reisende, die in die Stille der Orte hineinhören wollen.

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Halbschatten: Roman (dtv Literatur)

Uwe Timm: Marga von Etzdorf war die erste Frau, die in einem Alleinflug mit einer kleinen Propellermaschine von Deutschland nach Japan flog. Dieser ersten Fliegerin widmet Uwe Timm ein außerordentliches Porträt. Wer war die 25-jährige, die in einer Zeit, in der Frauen noch nicht mal ein eigenes Bankkonto haben durften alleine über Ozeane und Gebirge bis nach Marokko und die Kanaren flog, die als erste Frau den Alleinflug nach Japan schafft und sich am Ende nach einer Bruchlandung in Damaskus selbst erschießt? Uwe Timm schreibt einen super Roman über eine tolle Frau.

Für mutige Frauen, die für einen Traum über alle Grenzen fliegen.

Halbschatten: Roman (dtv Literatur)

 


Andreas studiert Volkswirtschaft an der Uni Köln als er zum ersten Mal auf eine Reise nach Bali und Australien antritt. In Bali lernt er Surfen, eine Leidenschaft, die ihn fortan nicht mehr loslässt und die sein Leben verändern wird. In Australien ersäuft er fast an einer Monsterwelle, die er unbedingt reiten wollte und dabei sämtliche Warnungen ignoriert. Er scheut auf seinen Trips keine Abenteur, auch dann als er sich bei einem südafrikanischen Gangster eine Ladung Koks besorgt, wohlwissend, dass in diesem Land jeden Tag 150 Leute einem Raubüberfall mit tödlichem Ausgang zum Opfer fallen. Andreas ist angefixt von der Sucht nach dem Leben. Fortan, bestimmt das Reisen und die Suche nach der besten Welle sein Dasein. Das Buch ist nicht nur für Surfer interessant, sondern vorallem für all jene, die die Sehnsucht nach dem Leben immer wieder in die weite Welt hinauszieht, für alle Reisende, die mehr von der Welt erfahren wollen und von Fernweh getrieben werden. Es ist keine hochkarätige Literatur, aber immerhin enthält das  autobiografische Buch ein paar fesselnde Geschichten, bei denen jeder Reisende schmunzeln muss, weil er sich da wiedererkennt.

Buch lesen: Boarderlines*


 

Weitere Literaturtipps:

Literarische Reise