Reisefilme

Reisefilme für Abenteurer, Weltenbummler und Reisefans

Reisefilme sind die beste Medizin für Weltenbummler, Backpacker und Abenteurer, wenn die Tage grau und schmuddelig sind, wie in diesen Tagen. Die Liste könnte natürlich endlos sein, hier eine kleine Auswahl mit den besten Reisefilmen für Weltenbummler, Backpacker und Abenteurer und natürlich für all jene, die ihr Fernweh stillen wollen, neue Reiseideen suchen oder sich einfach mal wegbeamen wollen für ein paar Stunden. Viel Spaß beim Reisefilme gucken!

Reisefilme für Weltenbummler, Backpacker und Abenteurer – die Essentials

1. Reisefilm: Into the wild (2007) – Eine Abenteuerreise nach Alaska

Into the wild ist der Klassiker für alle Aussteiger und die, die es werden wollen. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und Millionen von Menschen nahmen Anteil am Schicksal des Aussteigers Chris. Chris ist 22  Jahre alt, hat einen brillanten Uni-Abschluss in der Tasche, doch ein geordnetes Leben scheint ihm nicht erstrebenswert. Er verurteilt seine Eltern, den Kapitalismus und macht sich auf in die Wildnis. I am going now into the wild, schreibt er in sein Tagebuch. Er verkauft seinen gesamten Besitz, lässt sich auf das Wagnis ein, ohne materiellen Besitz zu überleben. Gelingen tut ihm das nicht. Elchjäger finden seine Leiche am Ende des Films in einem alten Buswrack in der Wildnis und Einsamkeit von Alaska. Zu dem Zeitpunkt war Chris 2 Jahre in der Wildnis der USA unterwegs, der Winter in Alaska schneidet ihm den Weg zur Zivilisation ab. Am Ende isst er irgendein giftiges Zeug aus Hungersnot und stirbt. Aussteiger sehen ihn als Idealisten an, into the wild ist leider ein tragischer Film, aber ein Klassiker für alle Backpacker und Zivilisationsverweigerer. Für mich ein top Film.

Into the Wild

2. Reisefilm: The beach – für Thailandfans ein Muss

Dieser Film hat einen regelrechten Thailand-Boom ausgelöst und dafür gesorgt, dass der Drehort von The Beach auf der Insel Kohl Phi Phi in Thailand zu einem regelrechten Touristen-Hotspot wurde. The Beach liegt an der Maya Bucht in der traumhaften Andamensee und ist seit dem weit entfernt von dem was er im Film darstellen soll, da sich Touristenströme aufmachen um den Traumstrand auf der einsamen Insel in Thailand aufzusuchen. Der Film beinhaltet alles was ein Abenteuerfilm für Weltenbummler braucht: der amerikanische Student Richard, gespielt von Leonardo di Cabrio, macht sich als Backpacker auf eine Reise durch Thailand. Dort hört er von einer einsamen unbewohnten Insel mit einem Traumstrand, die nur über eine geheime Karte ausfindig gemacht werden soll. Es beginnt eine abenteuerliche Suche nach The Beach. Haiattacken, Cannabisbauern und zwischenmenschliche Verwirrungen machen den Trip am Ende zum Horrortrip, aber the Beach ist und bleibt trotzdem der absolute Hammer Strand.

The Beach

3. Eat, pray, love – ein Selbsterfahrungstrip

Ähnlich wie the Beach: man nehme einen Hollywoodstar und schon wird’s ein Kassenschlager. Von der Handlung her finde ich beide Filme eher schwach. Eat, pray,love war für mich eine Enttäuschung und einer der schlechtesten Filme mit Julia Roberts. Für Reisefreaks ist der Film allerdings super, um sich von den schönen Orten des Filmes inspirieren zu lassen. Die frischgeschiedene und leicht frustrierte New Yorkerin (Julia Roberts) begibt sich auf Selbstfindung (scheint das Top-Thema Hollywoods zu sein) und zieht los. Die erste Station ist Rom in Italien, wo sie neben der Sprache auch lernt, wie selig Essen machen kann. Durch italienische Pasta und Dolce Vita wieder zurück zur Lebensfreude? EAT. Naja, nächste Station ist das chaotische Indien, wo Julia bei einem Yoga-Guru innere Einkehr bei spirituellen Reinigungszeremonien finden. PRAY. Am Ende ihres Selbsterfahrungstrips landet die New Yorkerin auf Bali und findet dort eine neue Liebe. LOVE. Reisen als Selbstheilung funktioniert nicht nur im Film. Schöne Landschaftsaufnahmen auf Bali, ansonsten eher naja.
Eat, Pray, Love (Pink Edition) [Director’s Cut]

4. Reisefilm Jenseits von Afrika – die Sehnsucht nach Afrika

Der Film mit Robert Redford und Meryl Streep ist schon ein Klassiker und auf alle Fälle ein Top Film für alle Afrika Fans. Er beruht auf der wahren Geschichte der dänischen Autorin Karen Blixen, die mit einem Baron verheiratet wurde und 1913 nach Kenia auswandern musste. Dort kümmert sie sich selbständig um eine heruntergekommene Kaffeeplantage während sich ihr Ehemann mit Seitensprüngen amüsiert. Sie selbst verliebt sich in den unbezähmbaren Großwildjäger Denys (Robert Redford) und gemeinsam entdecken die beiden die unglaubliche Schönheit von Kenias Weiten. Ein wunderbarer Film mit traumhaften Bildern von Kenia.
Jenseits von Afrika – Preisgekröntes Meisterwerk [Blu-ray]

 

Reisefilme für Abenteurer und Weltenbummler – die Klassiker

5. Reisefilm: Sieben Jahre in Tibet – die Expedition des Lebens

Wie alle bisher genannten Filme, beruht auch dieser auf einer wahren Begebenheit. Der österreichische Bergsteiger Heinrich Harrer bricht zu einer der abenteuerlichsten Expeditionen der Menschheitsgeschichte auf: der Besteigung des Nanga Parbat im Himalaya. Doch während er sich noch auf der Expedition am Dach der Welt befindet, bricht in Europa der 2. Weltkrieg aus. Für Heinrich Harrer beginnt eine abenteuerliche Odyssee und Flucht durch das höchste Gebirge der Welt. Schließlich kommt er nach Tibet, begegnet dort dem 11-jährigen Dalai Lama und unterrichtet ihn abendländischer Kultur. Gleichzeitig erfährt er von dem Jugendlichen die fernöstliche Lebensphilosophie – 7 Jahre verbringt Heinrich Harrer in Tibet, während in Europa der Krieg tobt.
Sieben Jahre in Tibet

 

 

Meine liebsten Reisefilme

6. Reisefilm: Der bunte Schleier – unglaublich schöne Landschaftsbilder

London in den 20er Jahren. Der Bakteriologe hält um die Hand der lebensfrohen Kitty an. Die junge Frau sieht sich gezwungen die Vernunftehe mit dem ruhigen und ernsten Walter einzugehen und ihren Mann nach Schanghai zu begleite, wo er seiner Tätigkeit als Arzt nachgeht. Doch Kitty verliebt sich in den Lebemann Charlie. Als Walter den Ehebruch bemerkt, zwingt er seine Frau ihn in die entlegenen Sumpfgebiete von Südchina zu begleiten oder sich einer öffentlichen Schlammschlacht auszusetzen. Kitty lässt sich auf die Reise in die Provinz ein. Das jung verheiratete und unterschiedliche Paar demütigt sich in der Ödnis gegenseitig, Walter lässt Kitty seinen Groll spüren. Bis die Cholera ausbricht. Schließlich ändert sich alles. An dem Film gefällt mir nicht nur die Handlung, die Schauspieler sondern vor allen Dingen die wunderschönen Landschaftsaufnahmen von China aus den 20er Jahren. Eine sinnbildliche Reise.
Der bunte Schleier

 

7. Reisefilm: Die Geisha – geheimnisvolles Japan

Geishas üben noch immer eine geheimnisvolle Exotik und Verführung aus. Der Film handelt von der 10-jährigen Chio, die von ihrem Vater an ein Geisha-Haus in Japan verkauft wird. Das Leben für Chio ist hart, bis sie selbst zur jungen und schönen Geisha ausgebildet wird und fortan den Männern Japans bei Treffen dienen wird. Schon bald liegen der geheimnisvollen Geisha Sajuri die mächtigsten Männer zu Füßen. Sajuri genießt die Aufmerksamkeit, doch sie weiß auch, dass ihr Leben nicht von Leidenschaft und geheimen Wünschen bestimmt wird, sondern durch die Härte ihres Schicksals. Ein einziger Moment im Leben der kleinen Chio ist so einprägsam, dass das Mädchen all ihr Leid mit Würde trägt und sich als schöne Geisha Sajuri im Konkurrenzkampf behaupten wird. Der Film ist so stark durch die rückblickende Erzählstimme einer alten Frau, Chio, die dem Zuschauer ihr Leben erzählt. Die Geschichte vermittelt uns einen authentischen Einblick in die japanische Kultur zur Zeiten der Geishas – der Film spielt vom Ende der Ära altes Japan, kurz vor dem Weltkrieg und bis danach. Die Aufnahmen und Bilder sind stark und machen Lust, Japan zu entdecken (vor allem die Szene zur Kirschblüte – einfach wunderschön!).
Die Geisha

8. Der letzte Samurai – altes Japan

ja, ich gebe es zu, ich habe ein Faible für das alte Asien – zumindest in Filmen. Der letzte Samurai spielt auch von einer ausgehenden Ära des alten Japan: den Samurai. Tom Cruise in der Rolle von Captain Algren. 1877 lässt sich der Captain vom amerikanischen Bürgerkrieg aus nach Japan versetzen, wo er die Truppen des Kaisers in westlichen Kampftechniken ausbilden soll. Doch schon bald plagen Algren die Schrecken des amerikanischen Bürgerkrieges und der Vernichtung der Urvölker – er erkennt die selben machtideologischen Ideale im Handeln des Japanischen Kaisers. Als er den Samurai-Krieger Katsumoto kennenlernt, lernt er die Philosophie der Samurai-Kämpfer kennen. Der Ehrenkodex, der Zusammenhalt der traditionellen Kämpfer begeistern den Ex-Offizier und er wechselt schließlich die Seiten. Als letzter Samurai von Japan zieht er in den Kampf gegen den Kaiser von Japan. Eigentlich ein Kriegsfilm, aber dank Tom Hanks absolut sehenswert. Und auf alle ein faszinierender Einblick in die Japanische Geschichte verbunden mit einer einfühlsamen Story und tollen Bildern.
Last Samurai

 

9. Sahara – meine geheime Liebe zur Sahara

Ich war 8 oder 9 als ich den Film zum ersten Mal gesehen haben muss. Ich fand Brooke Shield wahnsinnig attraktiv und den Film absolut super! Ich kann bis heute nicht verstehen, warum die Filme mit ihr gefloppt sind, zumal die Kritiken auf Amazon eigentlich gut sind und Brooke Shields als Schauspielerin gelobt wurde.  „Die blaue Lagune“ kennt vielleicht noch jemand, aber Sahara? Er weckt in mir immer noch diese Sehnsucht nach der Wüste… Amerika in den 20er Jahren. Der Erfinder des Motors des Gordon-Packard wollte bei der berühmtesten Wüstenralley, der Paris-Dakar, beweisen, wie gut sein Motorenwerk ist. Leider erlebt er den Start der Rallye nicht mehr. Stattdessen geht seine 17-jährige Tochter, Millionenerbin und Modepüppchen in der High-Society an den Start. Kein Mensch ahnt, dass in dem Ölverschmierten Overall die Tochter, nicht der Sohn des Millionärs sitzt, den Dalle musste sich als Mann verkleiden, weil Frauen nicht zu einer Rallye zugelassen wurden. Die Rallye durch die Sahara gilt als gefährlich und tückisch, zudem toben Stammesfehden in der Region. Dayle lässt sich nicht beirren, sie lässt sich weder von ihrem Konkurrenten, dem Baron von Giessing, einschüchtern, noch von technischen Ausfällen an ihrem Fahrzeug. Mutig kämpft sie sich von Etappenziel zu Etappenziel. Als das Rennen knapp wird, wählt sie die gefährliche Etappe durch die Region, wo die Wüstenstämme untereinander kämpfen. Als sie von dem Scheich Jaffar entführt und verschleppt wird und in die Fänge dessen Widersachers gerät scheint alles verloren. – Der Film zeichnet das Porträt einer mutigen Frau zu einer Zeit, in der Frauen nicht mutig sondern gute Ehefrauen sein sollten. Außerdem wunderschöne Landschaften aus der Wüste, aus Oasen und der orientalische Zauber der Wüstenvölker. Ich finds gut.
Sahara

 

Reisefilme

9. Exit Marrakesch – Vater-Sohn-Beziehung in Marokko

Ein Film von Caroline Link (Nirgendwo in Afrika, Oscar). Der 17-jährige Ben soll seinen Vater in den Ferien in Marrakesch besuchen. Der arbeitet dort als Regisseur. Ben und sein Vater sind sich fremd und gehen sich sofort aus dem Weg. Ben erkundet Marrakesch auf eigene Faust, verliebt sich in ein Mädchen, folgt ihr in ihr Heimatdorf im entlegenen Atlasgebirge. Nachdem Bens Vater lange nichts von seinem Sohn hört, macht er sich widerwillig auf die Suche. Als er ihn findet, beginnt für beide eine intensive Reise, auf der sie der Kultur in Marokko begegnen und schließlich auch wieder den Zugang zueinander finden müssen.
Exit Marrakech

 

 

 

10. Reisefilm: Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Walter sitzt an der letzten Ausgabe eines Magazins in seinem Fotoarchiv und sucht das letzte Bild, bevor das Magazin geschlossen wird. Sein umspektakulärer Alltag war bis dato geprägt von immer gleichen Tätigkeiten. Doch jetzt scheinen ihn Tagträume zu ereilen, die sein Leben verändern. Er begibt sich auf eine Reise durch Landschaften und Welten, eine innere Reise, von der wir alle einmal träumen.
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

 

 

 

 

 

Ich weiß diese Liste ist nicht repräsentativ oder vollständig. Es gibt noch zig andere gute Reisefilme. Aber ich kann ja nicht alle auflisten. Welcher Film ist dein Favorit, habe ich ihn noch nicht mit dabei? Schreib mir in den Kommentaren, welche Reisefilme du dir immer wieder gerne anschaust.

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6 comments

  • Christina 23. Februar 2016   Reply →

    Hallo Nicole,
    eine schöne Liste hast du da. Was mir spontan noch einfallen würde ist „Der große Trip – Wild“ mit Reese Witherspoon. Der Film hatte dazu beigetragen, dass ich schließlich auch mal alleine weggefahren bin :-)
    Liebe Grüße
    Christina

    • Nicole 23. Februar 2016   Reply →

      Hi Christina,

      danke für den Tipp, den muss ich mir dann auch mal anschauen!

      LG Nicole

  • Kathi 23. Februar 2016   Reply →

    Toll! Ich liebe Filme, die mein Fernweh wecken! Exit Marrakech hab ich damals im Kino gesehen und möchte den FIlm unbedingt bald mal wieder gucken. Ein Film, der unbedingt in diese Liste gehört, ist Same Same But Different :)
    Liebe Grüße,
    Kathi

    • Nicole 25. Februar 2016   Reply →

      danke, für den Tipp Kathi, den muss ich mir dann auch mal baldmöglichst anschauen!

  • Janine 24. Februar 2016   Reply →

    Into the Wild finde ich auch super. Walter Mitty war auch echt cool von den Bildern..
    Mir hat außerdem noch „Slumdog Millionare“ gut gefallen, so nah war Indien mir noch nie.
    „Unsere Erde“ fand ich auch super super schön und beeindruckend.
    Mal was anderes war: Kirschblüten Hamami – ein deutscher Film.

    Exit Marrakesh klingt spannend. Muss ich noch sehen :)

    LG Janine

    • Nicole 25. Februar 2016   Reply →

      danke für deine Tipps, Janine. Muss ich mal reinschauen.

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